Eigentlich hätte es ein guter Tag werden können: PepsiCo übertrifft mit dem Quartalsumsatz die Erwartungen der Wall Street deutlich. Die Aktie reagiert trotzdem mit einem Kursrutsch von rund fünf Prozent — dem schlechtesten Handelstag seit April 2025. Der Grund liegt nicht in der Vergangenheit, sondern in der Warnung des Managements vor steigenden Rohstoffkosten in der zweiten Jahreshälfte.
Starker Umsatz, aber Nordamerika bremst
Der Konzern setzte im zweiten Quartal 24,18 Milliarden Dollar um, ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und mehr als die von Analysten erwarteten 23,95 Milliarden Dollar. Organisch wuchs das Geschäft um 2,4 Prozent — weniger, als der Markt gehofft hatte. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte auf 2,20 Dollar von 2,12 Dollar im Vorjahr, blieb damit aber knapp unter den Prognosen.
Das nordamerikanische Lebensmittelgeschäft schwächelte: Der Umsatz sank dort um zwei Prozent, das Getränkevolumen brach sogar um vier Prozent ein. PepsiCo hatte die Preise für Marken wie Lay’s und Doritos um bis zu 15 Prozent gesenkt, um preisbewusste Kunden zurückzuholen. Das stabilisierte zwar die Absatzmenge, drückte aber auf den Umsatz — die Rabatte fressen das Wachstum praktisch auf.
International lief es deutlich besser. Die Lebensmittelvolumina legten weltweit um drei Prozent zu, bei Getränken standen zwei Prozent Plus. Asien, Europa sowie der Mittlere Osten und Afrika trugen zu diesem Ausgleich bei und fingen die Schwäche im Heimatmarkt größtenteils auf.
Kostendruck trifft auf hohe Spritpreise
Finanzchef Steve Schmitt kündigte für die zweite Jahreshälfte höhere Inflation bei den Vorprodukten an. Steigende Öl-, Verpackungs- und Logistikkosten belasten die Branche zusätzlich, während der Konflikt im Iran die Ölpreise oben hält. Rückerstattungen für im Vorjahr gezahlte Zölle sowie Effizienzprogramme sollen den Effekt abfedern — reichen aber offenbar nicht, um Anleger zu beruhigen.
CEO Ramon Laguarta verwies auf die internationale Stärke und die Weiterentwicklung des Markenportfolios, räumte aber ein, dass enge Verbraucherbudgets und hohe Benzinpreise die Nachfrage in Nordamerika stärker gedrückt hätten als erwartet. Parallel dazu will der Konzern in der zweiten Jahreshälfte mehr Geld in Werbung und Marketing in Nordamerika stecken, um im Wettbewerb offensiv zu bleiben.
Trotz des Gegenwinds hält PepsiCo an der Jahresprognose fest: Der organische Umsatz soll um zwei bis vier Prozent wachsen, das währungsbereinigte Kernergebnis je Aktie um vier bis sechs Prozent. Ob die avisierte Besserung in Nordamerika im weiteren Jahresverlauf tatsächlich eintritt, dürfte sich vor allem daran zeigen, ob die Rabattstrategie bei Lay’s und Doritos endlich wieder Umsatzwachstum statt nur stabile Mengen liefert.
PepsiCo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PepsiCo-Analyse vom 09. Juli liefert die Antwort:
Die neusten PepsiCo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PepsiCo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
