Die Seltenen-Erden-Wette von Pensana wird allmählich konkret. Das Unternehmen treibt seine Zwei-Asset-Strategie voran: die Longonjo-Mine in Angola und die geplante Separationsanlage im britischen Saltend. Der Bau in Angola läuft planmäßig, die erste Produktion ist für 2027 anvisiert. Pensana prüft sogar, ob sich der Start auf Ende 2026 vorziehen lässt.
Die Aktie reagiert dennoch mit einem Minus von gut zehn Prozent auf 0,86 Euro. Damit notiert sie auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr. Seit dem Oktober-Hoch bei 2,08 Euro hat sich der Kurs mehr als halbiert.
Zwei Standorte, eine Strategie
Die Mine in Angola liefert das Rohmaterial, die Anlage in Großbritannien verarbeitet es weiter. Das Ziel: Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr) für Magnethersteller – ein zentraler Rohstoff für E-Auto-Motoren und Windkraftanlagen. Die Nachfrage nach diesen Magnetmetallen dürfte in den kommenden Jahren massiv steigen.
Das Saltend-Projekt erhielt im März 2026 grünes Licht für die erste Phase aus dem britischen Automotive Transformation Fund. Der Fördertopf ist mit einer Milliarde Pfund ausgestattet und unterstützt den Umstieg auf Elektromobilität.
Ein Bohrkampagne aus dem November 2025 soll die bereits bestehende Ressourcenschätzung ausbauen. Pensana peilt eine Milliarde Tonnen Erz an.
Was jetzt zählt
Derweil drücken zwei Entwicklungen auf den Kurs. Ein RSI von 34,6 signalisiert Abwärtsdruck, bleibt aber knapp über der überverkauften Zone. Die Aktie liegt zudem 27 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt.
Anleger achten jetzt auf den Baufortschritt in Angola. Kommt Pensana pünktlich in Produktion? Und lässt sich die Finanzierung für die Separationsanlage in Saltend sichern? Die globale Nachfrage nach Seltenen Erden wächst – Pensana muss nun liefern.
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