Oracle baut seine KI-Infrastruktur massiv aus – und setzt dabei auf eine ungewöhnliche Energiequelle. Der Technologiekonzern gab eine Partnerschaft mit Bloom Energy bekannt, um seine Rechenzentren mit Brennstoffzellen-Strom zu versorgen. Ein strategischer Schachzug, der die wachsenden Energiekosten und Umweltauflagen adressiert.
Die Aktie notierte zuletzt bei 210 Euro – ein Plus von gut 28 Prozent binnen einer Woche. Der RSI liegt bei 58 Punkten, die Volatilität ist mit annualisiert 67 Prozent hoch.
Expansion auf Hochtouren
CEO Clay Magouyrk betont, dass die Nachfrage nach KI-Rechenleistung das Angebot übersteige. Im vergangenen Quartal lieferte Oracle rund 400 Megawatt Kapazität aus. Im laufenden Quartal soll diese Zahl übertroffen werden. Neue Projekte entstehen unter anderem in Abilene, Wisconsin, Mexiko und Texas – teilweise im Rahmen der sogenannten „Stargate-Initiativen“.
Der Preis dafür ist enorm. Für das Geschäftsjahr 2026 hat Oracle rund 50 Milliarden Dollar an Investitionen eingeplant. Das Geld fließt fast vollständig in KI-Rechenzentren und die dazugehörige Infrastruktur.
Anleger beobachten Cashflow
Trotz des Wachstums wächst die Skepsis. Im dritten Quartal (Ende Februar) verbuchte Oracle deutliche Abflüsse beim freien Cashflow, bedingt durch die hohen KI-Ausgaben. Am Tag vor dem anstehenden Quartalsbericht zeigte sich ungewöhnlich starker Handel mit Put-Optionen. Einige Marktteilnehmer scheinen auf fallende Kurse zu setzen oder sich abzusichern.
Am Mittwoch, 10. Juni, veröffentlicht Oracle die Zahlen für das vierte Quartal 2026. Analysten von UBS und Scotiabank haben zuletzt ihre Kursziele angehoben und bleiben bei „Kaufen“. Sie verweisen auf die starke Nachfrage nach Cloud- und KI-Diensten – und darauf, dass die massiven Investitionen sich langfristig auszahlen dürften.
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