OMV: Intraday-Wende trotz Ölpreis-Crash

Der Ölpreisverfall belastet die OMV-Aktie zunächst, doch eine Erholung zum Handelsschluss bringt ein leichtes Plus.

Auf einen Blick:
  • Ölpreis fällt auf Dreimonatstief
  • Omv Aktie dreht ins Plus
  • Kursgewinn von 0,5 Prozent
  • Unterstützung bei 52,70 Euro

Starke Verluste am Rohstoffmarkt, aber ein überraschendes Comeback in Wien. Bei der Omv klaffen externe Belastungen und tatsächliche Kursentwicklung aktuell spürbar auseinander. Ein möglicher Deal zwischen den USA und dem Iran drückt die Ölpreise massiv. Dennoch fanden sich Käufer für die Papiere des österreichischen Energiekonzerns.

Geopolitik drückt den Ölpreis

Der globale Rohstoffmarkt lieferte am Dienstag den Auslöser. Die Ölpreise fielen zeitweise um rund vier Prozent auf ein frisches Dreimonatstief. Marktbeobachter hoffen auf ein Interimsabkommen zwischen Washington und Teheran. Dieses könnte den Konflikt beruhigen und den Ölfluss durch die Straße von Hormus sichern.

Sollte der Iran wieder Öl und Kraftstoffe verkaufen dürfen, wächst das weltweite Angebot. Die Folge: Händler preisen diese zusätzlichen Mengen aus der Golfregion bereits teilweise ein. Brent-Futures rutschten infolgedessen unter die Marke von 80 US-Dollar je Barrel. Auch US-Öl der Sorte WTI gab deutlich nach.

Intraday-Wende in Wien

Für OMV bedeutet ein sinkender Ölpreis direkten Gegenwind im Kerngeschäft. Entsprechend schwach startete die Aktie in den Handel. Im Tagesverlauf wendete sich jedoch das Blatt. Begünstigt durch ein freundliches Marktumfeld an der Wiener Börse drehte der Kurs ins Plus.

Zum Handelsschluss stand ein moderater Gewinn von 0,5 Prozent auf dem Kurszettel. Die Aktie ging bei 55,30 Euro aus dem Handel. Auf Sicht der vergangenen 30 Tage verliert das Papier damit weiterhin knapp 13 Prozent.

Langfristig zeichnet sich ein positiveres Bild. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von gut 14 Prozent zu Buche. Technisch notiert der Titel aktuell unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 60,34 Euro. Die 200-Tage-Linie bei 52,70 Euro bietet hingegen eine solide Unterstützung.

Der RSI-Wert von 30,8 signalisiert derzeit eine überverkaufte und angespannte Lage. Hinzu kommt eine spürbar hohe Volatilität. Die nächste Marktreaktion hängt nun direkt an den geopolitischen Entwicklungen. Setzen die USA und der Iran das Abkommen zügig um, droht weiterer Preisdruck am Ölmarkt. Hält die Unterstützung bei 52,70 Euro, bleibt der langfristige Aufwärtstrend der OMV intakt.

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