OMV: 4,40 Euro Dividende am 11. Juni

OMV schüttet morgen 4,40 Euro pro Aktie aus. Ab September übernimmt Emma Delaney als erste Frau den Vorstandsvorsitz.

Auf einen Blick:
  • Dividendenzahlung von 4,40 Euro je Aktie
  • Neue Ausschüttungsformel ab 2027 vorgestellt
  • Emma Delaney wird erste Omv-Chefin
  • Brent-Prognose auf 85-95 Dollar angehoben

Morgen fließt Geld. Omv zahlt am 11. Juni 2026 eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie aus — bestehend aus 3,15 Euro regulärer Dividende und einem Zusatzbonus von 1,25 Euro. Der aktuelle Kursrückgang von knapp drei Prozent auf 57,25 Euro ist kein Alarmsignal, sondern schlicht der Dividendenabschlag: Der Ex-Tag lag bereits am 8. Juni.

Neue Ausschüttungsformel ab 2027

Ab dem Geschäftsjahr 2026 rechnet OMV anders. Der Konzern schüttet künftig 50 Prozent der ihm zurechenbaren Borouge-Dividenden aus — plus 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows, ohne diese Borouge-Anteile. Auszahlung erfolgt erstmals 2027.

Das neue Modell startet mit einem Dämpfer. Aus dem Gemeinschaftsunternehmen Borouge fließen 2026 nur rund 250 Millionen US-Dollar — statt der ursprünglich erwarteten 500 Millionen. OMV beziffert den Effekt auf die eigene Dividende mit 0,6 bis 0,7 Euro je Aktie.

Erste Frau an der OMV-Spitze

Ab 1. September 2026 führt Emma Delaney den Konzern. Sie übernimmt als erste Frau den Vorstandsvorsitz bei OMV — berufen für drei Jahre, mit Option auf zwei weitere. Delaney bringt mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung aus der Energiebranche mit, zuletzt in Führungspositionen bei bp.

CFO Reinhard Florey rückt zeitgleich zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden auf. Er ist seit 2016 im Amt.

Operatives Umfeld: Hormuz verändert die Rechnung

Die Schließung der Straße von Hormuz Ende Februar hat OMVs Preisprognose grundlegend verschoben. Der Konzern hebt seine Brent-Annahme auf 85 bis 95 US-Dollar pro Barrel an — zuvor lag die Erwartung bei rund 65 US-Dollar.

Beim Produktionsvolumen rechnet OMV für 2026 mit 280.000 bis 290.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Das erste Quartal lief bereits unter Druck: Das Clean Operating Result im Energy-Segment sank um 21 Prozent auf 723 Millionen Euro. Schwächere Ergebnisse in Exploration und Produktion sowie geringere Absatzvolumina belasteten das Ergebnis.

Trotz des heutigen Abschlags liegt die Aktie seit Jahresbeginn mit gut 18 Prozent im Plus und notiert klar über dem 200-Tage-Durchschnitt von 52,49 Euro. Wie das neue Modell unter realen Bedingungen performt, zeigt das Q2-Trading-Update am 9. Juli — die vollständigen Quartalszahlen folgen am 31. Juli.

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