Aluminium-Aktien: Es drohen Engpässe!

Aluminium Bahrain reduziert seine Produktionskapazität um 19%, was in einer bereits durch Lieferkettenprobleme angespannten Marktlage zu deutlichen Preisanstiegen führt.

Auf einen Blick:
  • Aluminiumpreise steigen um bis zu 1,6% auf 3.494,50 Dollar pro Tonne
  • Aluminium Bahrain fährt 19% der Gesamtkapazität (1,6 Mio. Tonnen) herunter
  • Nahost-Region liefert 9% der weltweiten Aluminium-Produktion
  • Analysten warnen vor vertieften Engpässen für Hersteller

Der Aluminiummarkt steht unter Druck. Die Preise legten am Montag vorbörslich kräftig zu, nachdem Aluminium Bahrain BSC (Alba) die schrittweise Stilllegung von drei Produktionslinien ankündigte. Das entspricht immerhin 19% der Gesamtkapazität von 1,6 Millionen Tonnen. An der London Metal Exchange kletterte das Metall zwischenzeitlich um 1,6% auf 3.494,50 Dollar pro Tonne, bevor es sich bei 3.474,50 Dollar einpendelte.

Die Nachricht trifft den Markt in einer ohnehin angespannten Lage. Der Nahost-Konflikt sorgt für massive Störungen in den regionalen Lieferketten. „Die Risiken aus dem Krieg übersetzen sich jetzt vollständig in Unterbrechungen der Versorgungskette“, erklärt Peng Dinggui von Zhongtai Futures. Die Stimmung am Markt bleibt bullish, und das aus gutem Grund.

Engpässe werden zur Realität

Alba arbeitet eng mit Lieferanten und Kunden zusammen, um die Verpflichtungen zu managen und Störungen abzufedern. Doch die Situation bleibt kritisch. Die Nahost-Region steuert etwa 9% zur weltweiten Aluminiumproduktion bei. Weitere Kürzungen in der Region haben bereits Warnungen vor vertieften Engpässen für Hersteller ausgelöst.

Die Preise an der LME erreichten Ende letzter Woche bereits die höchsten Stände seit 2022. Jetzt wird klar, dass diese Rally keine kurzfristige Übertreibung ist. Die fundamentale Versorgungslage verschlechtert sich zusehends. Wer auf Aluminium-Aktien setzt, sollte die Entwicklung genau im Auge behalten. Der Markt könnte noch enger werden, bevor sich die Lage entspannt.

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