Nikkei 225: Iran-Deal treibt Tokio

Die Entspannung im Nahost-Konflikt treibt die Ölpreise nach unten und den Nikkei nach oben. Der japanische Leitindex profitiert von der Wall-Street-Rally und startet mit Gewinnen ins Wochenende.

Auf einen Blick:
  • Ölpreisverfall durch Trump-Rückzug
  • Nikkei erholt sich von Verlustserie
  • Wall Street gibt starke Impulse
  • Asiatische Märkte zeigen gemischtes Bild

Trumps Rückzug vom Iran-Angriff schickt die Ölpreise nach unten — und die Aktienmärkte nach oben. Der Nikkei 225 profitiert davon und startet mit Rückenwind in den Freitagshandel.

Erholung nach turbulenter Woche

Der Index hatte in einer dreitägigen Verlustserie mehr als 4.300 Punkte eingebüßt. Seitdem läuft die Gegenbewegung: Am Donnerstag schloss der Nikkei bei 64.217 Punkten, ein leichtes Plus von rund 38 Punkten. Das klingt bescheiden, ist aber Teil eines breiteren Musters — in zwei von drei Sitzungen seit dem Tief lag der Index im Plus.

Das Bild unter der Oberfläche war dabei durchwachsen. Automobilwerte zeigten keine einheitliche Richtung: Nissan legte moderat zu, während Toyota deutlicher nachgab. Im Technologiebereich konnten sich die Werte immerhin stabilisieren, nachdem sie in den Vortagen unter Druck gestanden hatten. Finanzwerte wie Mizuho Financial und Hitachi gehörten zu den schwächsten Titeln des Tages.

Wall Street gibt Schützenhilfe

Den entscheidenden Impuls für Freitag liefern die US-Börsen. Der Dow Jones gewann am Donnerstag fast 930 Punkte, die NASDAQ rückte um rund 2,5 Prozent vor. Ausgelöst hatte die Kursrally die Nachricht, dass Trump seine Angriffsbefehle gegen den Iran zurückzog — Rohöl der Sorte WTI gab daraufhin auf rund 87 Dollar je Barrel nach.

Für die asiatischen Märkte insgesamt gilt derzeit: Japan und Südkorea profitieren vom verbesserten Sentiment, während Chinas Festlandbörsen und Hongkong weiter nachgeben. Der Nikkei steht kurz unter der Marke von 64.220 Punkten und soll laut Markterwartungen zum Wochenausklang erneut im Plus eröffnen. Ob dieser Schwung anhält, wird maßgeblich davon abhängen, ob der Konflikt zwischen den USA und dem Iran tatsächlich deeskaliert — oder ob neue Entwicklungen am Wochenende die Stimmung wieder drehen.

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