Goldpreis: Darauf achten Anleger jetzt ganz genau!

Goldpreis steigt dank schwachem Dollar und rekordhoher US-Verschuldung. Anleger fokussieren sich auf die Geldpolitik der Fed.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis legt um 0,65 Prozent zu
  • US-Schulden erreichen 40 Billionen Dollar
  • Schwacher Dollar stützt Edelmetall-Rally
  • Fed-Zinspolitik bleibt im Anlegerfokus

Auch am Montagmorgen konnte der Goldpreis zulegen. Konkret ging es für die Edelmetall-Notierung um 0,65 % auf 4.636 US-Dollar pro Feinunze nach oben. Auf 1-Monats-Sicht vergrößerte sich das Plus damit auf 13,2 %, wenngleich der Goldpreis nach wie vor deutlich unter den Anfang des Jahres erzielten Rekordwerten lag (Stand: 24.08.2026, 10:15 Uhr).

Aktuell profitiert der Marktpreis von einem schwächeren US-Dollar und sinkenden Anleiherenditen. Hintergrund ist die Entscheidung des US-Finanzministeriums, den Rückkauf langfristiger Staatsanleihen deutlich auszuweiten. Ziel der Maßnahme ist es, den Druck auf den Anleihemarkt zu verringern und den starken Anstieg der Renditen langlaufender US-Staatsanleihen einzudämmen.

Goldpreis: US-Schulden rücken in den Fokus

Zusätzliche Unterstützung für den Goldpreis gibt es auch durch die weiterhin ausufernde Verschuldung der größten Volkswirtschaft. So hat die US-Staatsverschuldung erstmals die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten. Gold dient in dem Kontext als wichtiger und verlässlicher Sicherungsanker sowie Wertspeicher.

Giovanni Staunovo von UBS erklärte gegenüber CNBC, dass die weltweit steigenden Staatsschulden und die anhaltende Schwäche des US-Dollars bereits in den vergangenen Jahren wichtige Treiber des Goldpreises gewesen seien. Nach seiner Einschätzung kehren diese Faktoren nun wieder stärker in den Fokus der Investoren zurück.

Diane Garrett, Vorstandsvorsitzende des Bergbauunternehmens Hycroft Mining, wertete die Maßnahmen des US-Finanzministeriums gegenüber CNBC als Signal dafür, dass die Kosten und Laufzeiten der Staatsverschuldung künftig eine noch größere Rolle für die Wirtschaftspolitik spielen könnten. Genau solche langfristigen strukturellen Entwicklungen würden viele Goldanleger im Blick haben.

Goldpreis: Fed im Fokus

Neben den Schulden- und Anleihemärkten beobachten Anleger weiterhin die US-Notenbank. Schwächere Konjunkturdaten und eine nachlassende Inflation haben die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen zuletzt gedämpft. Da Gold keine laufenden Erträge abwirft, profitiert das Edelmetall in der Regel von sinkenden Zinsen oder fallenden Renditen am Anleihemarkt.

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