Newmont hat 2025 einen historischen Free Cashflow von 7,3 Milliarden Dollar erwirtschaftet – Rekord für den weltgrößten börsennotierten Goldproduzenten. Gleichzeitig investiert das Unternehmen 800 Millionen Dollar in die Expansion seiner argentinischen Cerro Negro-Mine. Die Strategie: Langfristige Produktion sichern, während der Goldpreis durch die Eskalation im Nahen Osten auf Safe-Haven-Niveau bleibt.
Starke Bilanz als Fundament
Am 19. Februar 2026 legte Newmont seine Jahreszahlen vor. Neben dem Rekord-Cashflow steht ein bereinigter Nettogewinn von 7,6 Milliarden Dollar (6,89 Dollar je Aktie) zu Buche. Ende 2025 wies die Bilanz eine Netto-Cash-Position von 2,1 Milliarden Dollar aus.
Die Transformation war drastisch: Allein im dritten Quartal reduzierte Newmont die Schulden um zwei Milliarden Dollar. Über das Gesamtjahr 2025 generierte das Unternehmen mehr als 3,5 Milliarden Dollar aus Vermögensverkäufen und Anteilsveräußerungen. Die Quartalsdividende wurde auf 0,26 Dollar angehoben, das jährliche Dividendenziel liegt bei 1,1 Milliarden Dollar.
800 Millionen für Argentinien
Die strategisch bedeutendste Entscheidung: Newmont pumpt rund 800 Millionen Dollar in das Cerro Negro Expansion 1-Projekt (CNE1) in der argentinischen Provinz Santa Cruz. Die Investition soll über sechs Jahre fließen und die Lebensdauer der Mine über 2035 hinaus verlängern.
CEO Natascha Viljoen, die seit 2023 bei Newmont ist und zuvor Anglo American Platinum leitete, setzt auf disziplinierte Exploration und den Erhalt der Goldreserven. Das CNE1-Projekt gilt intern als strategischer Hebel, um langfristig Produktionsvolumen zu sichern.
Produktion und Reserven
Für 2026 plant Newmont eine Goldproduktion von etwa 5,3 Millionen Unzen, davon über 3,9 Millionen aus selbst geführten Betrieben. Die all-in sustaining costs werden bei 1.680 Dollar pro Unze erwartet.
Die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Goldreserven lagen Ende 2025 bei 118,2 Millionen Unzen – ein Rückgang von 134,1 Millionen Unzen im Vorjahr, hauptsächlich durch Vermögensverkäufe und Förderung bedingt. Kupferreserven belaufen sich auf 12,5 Millionen Tonnen.
Ein Highlight: Die Genehmigung der Lihir Nearshore Barrier-Erweiterung erschließt Zugang zu über fünf Millionen weiteren Goldunzen und verlängert die Minenlaufzeit bis mindestens 2040.
Goldpreis zwischen Geopolitik und Dollar
Der Goldpreis zeigt extreme Schwankungen. Nach einem Rekord über 5.595 Dollar pro Unze Ende Januar 2026 folgte ein Rücksetzer. Am 6. März erholte sich Spot-Gold um 0,8 Prozent auf 5.117 Dollar, getrieben durch Safe-Haven-Nachfrage nach Eskalation im Nahen Osten.
Die Gemengelage bleibt angespannt: Einerseits stützen geopolitische Risiken den Goldpreis, andererseits dämpfen ein starker Dollar und schwindende Zinssenkungserwartungen die Aufwärtsdynamik. Besonders brisant: Die Vereinigten Arabischen Emirate, eine zentrale Drehscheibe im globalen Goldhandel, wurden in die Vergeltungsschläge Teherans einbezogen.
Analysten optimistisch
Ende Februar und Anfang März 2026 erhielt Newmont mehrere positive Analystenbewertungen. Bernstein stufte auf Outperform hoch, Bank of America hob das Kursziel von 134 auf 151 Dollar an, Citi bekräftigte sein Buy-Rating. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei rund 126 Milliarden Dollar.
Mit gestärkter Bilanz, klarer Kapitalallokation und einem Produktionsnetzwerk über zwölf Länder hinweg bleibt Newmont direkt an die Entwicklung des Goldpreises gekoppelt. Die 800-Millionen-Wette auf Cerro Negro und die Lihir-Erweiterung zeigen: Management setzt auf langfristige Produktionssicherung – unabhängig davon, wie sich Nahost-Konflikt und Fed-Politik in den kommenden Monaten entwickeln.
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