Mutares Aktie: Steinmüller-Deal ist durch

Symbolbild, KI-generiert

Der Konzern integriert den Engineering-Spezialisten als Plattform im Bereich Energy & Technology; Angaben zum Kaufpreis fehlen.

Auf einen Blick:
  • Steinmüller gehört nun zu Mutares
  • Neue Plattform für Energy & Technology
  • Rund 170 Beschäftigte im Unternehmen
  • Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht

Mutares hat die Übernahme der Steinmüller Engineering GmbH von der japanischen IHI Group abgeschlossen. Der Gummersbacher Spezialist für thermische Verfahrenstechnik wird zur neuen Plattform im Segment Energy & Technology. Die Transaktion lief als Share-Deal.

Ein Traditionsunternehmen mit Patenten

Steinmüller blickt auf eine lange Geschichte zurück: Die Wurzeln reichen bis ins Jahr 1874. Seit 2014 gehörte die Firma zur IHI Group. Heute bietet sie Engineering- und Beschaffungsleistungen sowie schlüsselfertige EPC-Lösungen für Feuerungs- und Verbrennungsanlagen, Abgasreinigung und Wärmeübertragung an. Die Kunden kommen vor allem aus Energieversorgung, Entsorgung, Chemie und Industrie.

Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen mit rund 170 Mitarbeitenden eine Gesamtleistung von nahezu 100 Millionen Euro. Mehr als 1.300 Projekte für über 500 Kunden in 80 Ländern stehen in der Referenzliste. Ein Portfolio europäischer Patente stützt das Angebot.

Was Mutares vorhat

Mutares sieht in der Akquisition einen Baustein für die Themen Energiewende und industrielle Dekarbonisierung. Der Markt profitiere von regulatorisch getriebenem Wachstum, heißt es von Unternehmensseite. Mit Engineering-Know-how und Patenten habe Steinmüller aus Sicht des Konzerns deutliches Entwicklungs- und Wertsteigerungspotenzial.

Das passt zum Geschäftsmodell der börsennotierten Beteiligungsholding: Sie kauft Unternehmen in Umbruchsituationen, hebt operatives Verbesserungspotenzial und veräußert sie nach Stabilisierung und Neupositionierung wieder. Konkrete Angaben zum Kaufpreis machte Mutares nicht.

Auffällig ist die Herkunft des Targets. Steinmüller ist laut Mutares die jüngste Akquisition aus dem Portfolio einer führenden japanischen Industriegruppe. Das Büro in Tokio gehört zum internationalen Netzwerk, das der Konzern bei solchen Deals als Vorteil ins Feld führt.

Für die Aktie bedeutet die Meldung zunächst Kontinuität: Mutares erweitert sein Portfolio um eine neue Plattform im Energiesektor, während parallel Exit-Überlegungen bei anderen Beteiligungen laufen. Wie sich Steinmüller in den Konzernzahlen niederschlägt, dürfte erst die Berichterstattung der kommenden Quartale zeigen.

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