MP Materials Aktie: 917 Tonnen NdPr produziert

MP Materials verzeichnet starkes Umsatzwachstum, leidet aber unter hohen Anlaufkosten und massiven Insiderverkäufen. Der Aktienkurs fällt deutlich.

Auf einen Blick:
  • Quartalsumsatz steigt um 49 Prozent
  • Eigene Magnetproduktion seit Dezember 2025
  • GM bleibt mit 88 Mio. Dollar Hauptkunde
  • Insiderverkäufe belasten Aktienkurs schwer

MP Materials treibt den Umbau zum integrierten Magnet-Spezialisten voran. Trotz eines starken Umsatzwachstums im ersten Quartal 2026 reagiert der Markt mit massiver Skepsis. Ein milliardenschwerer Markt für Seltene Erden allein reicht den Anlegern derzeit nicht aus.

Strategischer Umbau zeigt Wirkung

Der Konzern erzielte einen Quartalsumsatz von 90,6 Millionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders das Segment Materials trieb das Wachstum mit rund 72 Millionen Dollar an.

Das Unternehmen schloss die Transformation zum Endprodukthersteller ab. Seit Juli 2025 verkauft MP Materials keine Konzentrate mehr nach China. Stattdessen startete im Dezember 2025 die eigene Magnetproduktion im Werk Independence. Parallel dazu erzielte der Konzern bei Neodym-Praseodym eine Rekordproduktion von 917 Tonnen.

Partnerschaft mit General Motors

Der US-Autoriese General Motors bleibt der wichtigste Abnehmer. GM kaufte bis Ende März Vorprodukte für knapp 88 Millionen Dollar. Im kommenden Jahr stehen weitere Abnahmen für rund 62 Millionen Dollar an.

Operativ gelang der Sprung in die Gewinnzone. Das bereinigte EBITDA stieg auf 36,6 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor verzeichnete MP Materials hier noch einen Verlust. Die Folge: Hohe Anlaufkosten belasten das Ergebnis.

Diese Kosten stiegen zuletzt um 52 Prozent. Das Management begründet dies mit dem Hochlauf der Magnet-Produktion. Außerdem sorgt die hohe Abhängigkeit von wenigen Großkunden für Risiken in der Bilanz.

Insiderverkäufe verunsichern Anleger

Die Aktie verlor an einem einzigen Handelstag 9,20 Prozent. Damit notiert das Papier bei 39,00 Euro nur noch knapp über dem Jahrestief. Neben dem Kostendruck belasten vor allem massive Insiderverkäufe die Stimmung.

Führungskräfte trennten sich zuletzt von Aktien im Wert von fast 80 Millionen Dollar. Das dämpft die Zuversicht, obwohl politische Maßnahmen den Sektor stützen. So garantiert ein Preisboden für bestimmte Seltenerd-Produkte bis 2035 eine gewisse Planungssicherheit.

Die Bewertung bleibt mit dem fast 14-fachen des erwarteten Jahresumsatzes anspruchsvoll. Anleger achten nun darauf, ob MP Materials die verbleibende GM-Lieferzusage fristgerecht erfüllt. Ein reibungsloser Hochlauf der Magnet-Sparte könnte die aktuelle Kursschwäche mittelfristig beenden.

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