MOL verlässt den gewohnten Pfad des reinen Öl- und Gasgeschäfts. Der ungarische Energiekonzern startet am heutigen Montag ein neues Partnerprogramm für die heimische Elektromobilität. Das Ziel ist ein flächendeckendes Netz aus Hochleistungsladestationen.
Offensive an der Ladesäule
Unter dem Label „MOL Plugee“ bündelt das Unternehmen seine Strom-Offensive. Partner erhalten finanzielle Hilfe beim Aufbau moderner Ladesäulen. MOL übernimmt dabei die Beschaffung der Schnellladestationen. Im Gegenzug bringen die Partnerfirmen ihre Grundstücke in das Netzwerk ein.
Anreize setzt der Konzern durch Barzuschüsse. Bis zu 3,6 Millionen Forint fließen als Marketingunterstützung an die Partner. Das sind umgerechnet etwa 10.000 Euro pro Standort. Die genaue Summe hängt von der technischen Leistung der installierten Geräte ab.
Strategiewechsel im Heimatmarkt
Der Konzern will sich als regionaler Akteur für nachhaltige Mobilität positionieren. Die Diversifizierung macht MOL weniger abhängig vom klassischen Kraftstoffmarkt. Planbare Geschäftsmöglichkeiten für Partner stehen dabei im Vordergrund. Parallel dazu baut das Unternehmen seine Sichtbarkeit im öffentlichen Raum aus.
An der Börse zeigt sich die Aktie stabil. Der Kurs notiert aktuell bei 3.920 Forint. Auf Sicht von sieben Tagen legte das Papier bereits um fast sieben Prozent zu. Der Titel bewegt sich damit nahe an seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Gelingt der schnelle Roll-out der Infrastruktur, könnte MOL seine Marktführerschaft in Zentraleuropa festigen. Anleger blicken nun auf die ersten Installationszahlen der neuen Partnerstationen im laufenden Halbjahr.
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