Kupferpreis: Goldman warnt vor weiteren Verlusten!

Goldman Sachs senkt die Kupferprognose für 2026 und sieht den Preis deutlich über dem fairen Wert. Geopolitische Spannungen und hohe Energiekosten belasten die Fundamentaldaten.

Auf einen Blick:
  • Goldman Sachs senkt Kupferprognose auf 12.650 Dollar pro Tonne
  • Kupfer handelt laut Analysten 11% über geschätztem fairen Wert
  • Blockade der Straße von Hormus bedroht globales Wirtschaftswachstum
  • Steigende Energiepreise dämpfen Nachfrage nach Industriemetallen

Der Kupferpreis hat in den vergangenen Wochen deutlich an Boden verloren. Seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran sind die Notierungen um etwa 7 Prozent gefallen. An der London Metal Exchange notierte das Industriemetall zuletzt bei 12.359 Dollar pro Tonne, ein Minus von 0,6 Prozent. Die anhaltende Blockade der Straße von Hormus und steigende Energiepreise belasten die Stimmung am Markt zunehmend.

Goldman Sachs warnt nun vor weiteren Abwärtsrisiken. Die Investmentbank hat ihre Prognose für Kupfer in diesem Jahr von 12.850 auf 12.650 Dollar pro Tonne gesenkt. Besonders problematisch erscheint den Analysten, dass der aktuelle Preis deutlich über dem geschätzten fairen Wert von etwa 11.100 Dollar liegt. Sollte die Straße von Hormus länger blockiert bleiben als erwartet, dürften die Energiepreise hoch bleiben und das globale Wirtschaftswachstum bremsen.

Fundamentaldaten stützen aktuelles Niveau nicht

Die Analysten von Goldman Sachs sehen die kurzfristigen Risiken klar auf der Unterseite. In ihrer Basisannahme gehen sie davon aus, dass die Straße von Hormus ab Mitte April wieder geöffnet wird. Doch selbst unter dieser Annahme handelt Kupfer ihrer Einschätzung nach rund 11 Prozent über seinem fundamentalen Wert. Die Bank betont, dass die derzeitigen Preise nicht durch die Fundamentaldaten gerechtfertigt sind.

Basismetalle stehen generell unter zunehmendem Druck. Die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise drohen die Wirtschaftsaktivität zu dämpfen und damit die Nachfrage nach Industrierohstoffen zu schwächen. Zwar bieten knappe Angebotsbedingungen außerhalb der USA und Erwartungen strategischer Lagerhaltung noch Unterstützung. Diese Faktoren könnten aber in einem stark negativen Wirtschaftsszenario an Bedeutung verlieren.

Präsident Trump setzt Iran unter Druck

Der politische Hintergrund verschärft die Unsicherheit. Präsident Donald Trump hat dem Iran eine Frist gesetzt, um ein Abkommen zu schließen, andernfalls drohen umfassendere Angriffe auf zivile Infrastruktur. Diese Entwicklung belastet nicht nur die Rohstoffmärkte direkt, sondern schürt auch Sorgen vor einer breiteren wirtschaftlichen Abschwächung.

Goldman Sachs warnt ausdrücklich: „Der Kupferpreis wird auf dem aktuellen Niveau nicht durch Fundamentaldaten gestützt, was ihn anfällig für eine weitere Abwärtsbewegung macht, sollte sich der Wirtschaftsausblick verschlechtern und Investoren Risiken abbauen.“ Anleger sollten beobachten, wie sich die Lage in der Straße von Hormus entwickelt und welche Signale die Konjunkturdaten in den kommenden Wochen senden. Die Diskrepanz zwischen Marktpreis und geschätztem Wert lässt derzeit wenig Spielraum für positive Überraschungen.

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