Kupferpreis explodiert: Was steckt hinter der Rallye?

Der Kupferpreis steigt auf ein Jahreshoch. Chinas wiederbelebte Nachfrage und geopolitische Angebotsrisiken treiben die Rallye an.

Auf einen Blick:
  • Kupferpreis erreicht fast 14.000 Dollar
  • Chinas Nachfrage zieht wieder an
  • Angebotsrisiken durch Golfkrieg und Peru
  • Energiewende als langfristiger Treiber

Auch am Mittwoch setzte der Kupferpreis seine Rallye fort. Bereits am Dienstag hat die Notierung an der Londoner Metallbörse um etwa 2 % zugelegt und kurzzeitig die Marke von 14.000 Dollar je Tonne berührt – das erste Mal seit dem bisherigen Allzeithoch von 14.500 Dollar je Tonne im Januar 2026. Seit Jahresbeginn hat das Metall insgesamt rund 9,3 % hinzugewonnen.

Kupferpreis: China kauft wieder, Lagerbestände sinken

Als wichtigster Treiber gilt die wiederbelebte Nachfrage aus China, dem weltweit größten Kupferverbraucher. Die Lagerbestände im Land sind zuletzt deutlich gesunken – ein Zeichen dafür, dass die Nachfrage anzieht.

Chinas staatliche Handelsgesellschaft Minmetals prognostiziert zudem ein jährliches Wachstum des chinesischen Kupferverbrauchs von 3,7 % bis 2035.

Kupferpreis: Angebotsrisiken aus dem Nahen Osten und Peru

Auf der Angebotsseite belasten gleich mehrere Faktoren den Markt. Der andauernde Krieg im Persischen Golf hat die Versorgung mit Schwefelsäure verengt, die für die Kupferproduktion unverzichtbar ist.

Analysten des Investmenthauses Sprott schätzen, dass rund ein Fünftel der weltweiten Kupferförderung auf diesen Rohstoff als Produktionsmittel angewiesen ist. Zusätzlich belasten Sorgen um die Treibstoffversorgung in Peru, einem der weltweit bedeutendsten Kupferförderländer.

Kupferpreis: Energiewende als langfristiger Nachfragetreiber

Analysten von Sprott verweisen darauf, dass die Energiewende mittelfristig zum dominierenden Nachfragetreiber werden dürfte. Rechenzentren für KI sowie Infrastruktur für erneuerbare Energien könnten bis 2040 rund 45 % der weltweiten Kupfernachfrage ausmachen – verglichen mit 32 % im Jahr 2024.

Zur Einordnung: Kupfer gilt als zuverlässiger Frühindikator für die Verfassung der Weltwirtschaft, da es in nahezu allen Industriezweigen eingesetzt wird – von der Elektrotechnik über den Maschinenbau bis hin zur Bauwirtschaft. Der aktuelle Preisanstieg spiegelt sowohl kurzfristige Angebotsrisiken als auch die wachsende strukturelle Nachfrage durch die globale Elektrifizierung wider.

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