Klöckner nähert sich einer entscheidenden Marke. Nach einem Kursplus von 52 Prozent seit Jahresbeginn steht die Aktie nun kurz vor ihrem 52-Wochen-Hoch. Das Marktumfeld bleibt indes herausfordernd.
Stahlproduktion unter Kapazitätsgrenze
Die deutsche Rohstahlproduktion stieg im Mai um sieben Prozent. Insgesamt meldeten die Werke 3,2 Millionen Tonnen. Trotz dieses Zuwachses bleibt die Auslastung der Anlagen ein Problem. Sie verharrt unter der wirtschaftlich wichtigen Schwelle von jährlich 40 Millionen Tonnen.
Parallel dazu drücken regulatorische Kosten auf die Stimmung. Der Preis für CO2-Zertifikate lag zuletzt bei 76 Euro pro Tonne. Besonders Firmen mit hohen Investitionen in grüne Technik spüren diesen Druck. Die Politik berät derzeit über finanzielle Erleichterungen für solche Dekarbonisierungs-Pioniere.
Charttechnik vor Entscheidung
Am Freitag verabschiedete sich die Aktie bei 12,46 Euro aus dem Handel. Damit notiert das Papier fast exakt auf dem 50-Tage-Durchschnitt von 12,48 Euro. Der langfristige Trend bleibt stabil, da der Kurs rund 32 Prozent über der 200-Tage-Linie verläuft.
Das bisherige Jahreshoch bei 12,70 Euro liegt nur noch knapp zwei Prozent entfernt. Ein RSI von 52 signalisiert derweil ein neutrales Marktumfeld. Es gibt derzeit keine Anzeichen für eine gefährliche Überhitzung des Papiers.
In der kommenden Woche entscheidet sich, ob die Kraft für den Ausbruch reicht. Beobachter blicken dabei besonders auf die Entwicklung der Erzeugerpreise im Industriesektor. Stabilisiert sich der Kurs über 12,50 Euro, rückt das Rekordhoch in greifbare Nähe.
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