Kinross Gold Aktie: 8,11 Prozent nach Gewinn-Beat

Kinross Gold übertrifft Gewinnerwartungen im Q2, kündigt höhere Kosten für Lobo-Marte an und bestätigt die Jahresproduktionsziele.

Auf einen Blick:
  • Gewinn übertrifft Analystenerwartungen
  • Umsatz leicht unter Prognose
  • Lobo-Marte-Budget steigt auf 1,8 Mrd.
  • Jahresproduktionsziel bleibt unverändert

Kinross Gold verzeichnete am heutigen Mittwoch einen deutlichen Kurssprung von 8,11 Prozent. Der Goldförderer reagierte damit auf die Veröffentlichung der operativen Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Während der Konzern beim bereinigten Gewinn die Erwartungen der Analysten übertreffen konnte, legte das Management zugleich aktualisierte Pläne für das strategisch wichtige Projekt Lobo-Marte in Chile vor.

Starkes Quartalsergebnis trotz leichtem Umsatz-Miss

Im abgelaufenen Vierteljahr erwirtschaftete das Unternehmen einen bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) von 0,71 US-Dollar. Branchenexperten hatten im Vorfeld lediglich mit einem Wert von 0,66 US-Dollar gerechnet. Der Nettogewinn belief sich insgesamt auf 844,2 Millionen US-Dollar. Beim Umsatz blieb Kinross hingegen leicht hinter den Schätzungen zurück: Mit 2,24 Milliarden US-Dollar verfehlte der Erlös die Konsensprognose von 2,28 Milliarden US-Dollar knapp. Dennoch stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 29,5 Prozent.

Die Aktionäre sollen eine vierteljährliche Dividende von 0,04 US-Dollar je Aktie erhalten. Als Ex-Tag für die Ausschüttung wurde der 20. August festgelegt, die Auszahlung ist für den 3. September geplant. Das Unternehmen gab zudem bekannt, im zweiten Quartal eigene Aktien im Wert von 264,36 Millionen US-Dollar zurückgekauft zu haben. Dies entspricht der Strategie, rund 40 Prozent des freien Cashflows an die Investoren zurückzugeben. Zum Ende des Berichtszeitraums verfügte Kinross über liquide Mittel in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar.

Kosten-Update für Lobo-Marte und Ausblick

Ein Schwerpunkt des Quartalsberichts lag auf der Entwicklung künftiger Minenstandorte. Für das Lobo-Marte-Projekt in Chile kalkuliert Kinross nun mit einem Kapitalbedarf von 1,8 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung gegenüber früheren Schätzungen entspricht. Die Kostensteigerung wird unter anderem mit inflationären Einflüssen sowie notwendigen Investitionen in neue Ausrüstung begründet. Nach dem geplanten Produktionsstart zu Beginn der 2030er-Jahre soll die Mine jährlich 350.000 Unzen Gold über einen Zeitraum von 15 Jahren liefern. Die Betriebskosten (AISC) werden dort auf rund 1.000 US-Dollar pro Unze geschätzt.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das Management seine Ziele. Die Produktion soll weiterhin bei etwa zwei Millionen Unzen Gold liegen. Die „All-in Sustaining Costs“ für das laufende Jahr werden auf 1.730 US-Dollar pro Unze taxiert. Parallel dazu schreiten die Arbeiten am kanadischen Projekt Great Bear voran. Hier wird die erste Goldproduktion für Ende 2029 angestrebt.

Analysten bewerten Projekt-Pipeline

Die Analysten von RBC senkten nach Vorlage der Zahlen ihr Kursziel von zuvor 41,00 auf 39,00 US-Dollar, während die Experten der Scotiabank ihr Ziel auf 41,00 US-Dollar festlegten. Im Marktdurchschnitt von 14 Analystenhäusern wird ein Kursziel von rund 37,31 US-Dollar ausgewiesen. Das allgemeine Konsensrating wird derzeit als „Moderate Buy“ geführt.

Trotz der dynamischen Erholung am heutigen Handelstag auf 22,13 Euro weist die Aktie eine volatile Historie auf. Im Vergleich zum 52-Wochen-Hoch bei 33,20 Euro besteht derzeit noch immer ein Abstand von 33,34 Prozent. Die Anleger honorierten jedoch sichtlich, dass der Konzern seine Produktionsziele beibehält und die langfristige Projekt-Pipeline trotz steigender Kosten für künftige Vorhaben konsequent weiterentwickelt.

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