ITM Power Aktie: 150-Megawatt-Anlage mit Ölraffinerie vereinbart

Symbolbild, KI-generiert

ITM Power meldet eine Vorvereinbarung für grünen Wasserstoff und erwartet für das Geschäftsjahr 2026 einen geringeren operativen Verlust.

Auf einen Blick:
  • Aktie am Freitag um 2,1 Prozent gestiegen
  • Vereinbarung mit europäischer Ölraffinerie gemeldet
  • Anlage mit 150 Megawatt Leistung geplant
  • Operativer Verlust von 20 bis 21 Millionen Pfund erwartet

Die Aktie von ITM Power verzeichnete am Freitag einen Kursanstieg von 2,1 Prozent auf 1,09 Euro. Als Impulsgeber für die Bewegung gilt die am Montag gemeldete Grundsatzvereinbarung der Sparte Hydropulse mit einer europäischen Ölraffinerie. Das Vorhaben zielt auf die Errichtung einer Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff mit einer Leistung von 150 Megawatt ab.

Meilensteine für geplantes Großprojekt

Die unterzeichnete Vorvereinbarung sieht einen langfristigen Liefer- und Betriebsrahmen über eine Laufzeit von zehn Jahren vor. Nach Unternehmensangaben befindet sich derzeit eine gemeinsame FEED-Studie zur detaillierten technischen und wirtschaftlichen Planung in der Umsetzung.

Bis zur tatsächlichen Realisierung des industriellen Vorhabens sind jedoch noch mehrere Entwicklungsschritte erforderlich. Die endgültige Investitionsentscheidung wird für das Jahr 2027 angestrebt. Die Aufnahme der Wasserstoffproduktion ist für das Jahr 2029 avisiert. Sollten die Parteien die Gespräche in verbindliche Verträge überführen, handele es sich um das bislang größte kommerzielle Engagement in der Geschichte des Unternehmens.

Zahlenvorlage und angepasste Jahresprognose

Vor rund zwei Wochen passte ITM Power seine Prognose für das am 30. April 2026 beendete Geschäftsjahr an. Beim bereinigten operativen Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erwartet der Konzern nun ein Minus von 20 Millionen bis 21 Millionen britischen Pfund.

Dieser Wert markiert eine Verbesserung um 27 Prozent im Vergleich zur vorangegangenen Prognosespanne. Die Zielgrößen für den Umsatz sowie die liquiden Mittel blieben bei diesem Schritt unverändert.

Klarheit über den tatsächlichen Geschäftsverlauf erhalten Marktteilnehmer am 19. Oktober 2026. Für diesen Termin ist die Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 angekündigt. Anleger blicken dabei vor allem auf den Mittelabfluss und die operative Entwicklung des Auftragsbestands im industriellen Wasserstoffsektor.

Die jüngsten operativen Signale stützen die Erholung des Titels, der seit Jahresanfang um 51 Prozent zulegen konnte. Neben den Fortschritten bei Großprojekten wie der geplanten Raffinerie-Kooperation richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer auf die Bestätigung der verbesserten Ertragslage in den anstehenden Jahreszahlen.

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