Juli 2026 den Erwerb des Geschäftsbereichs Catalyst Technologies von Johnson Matthey offiziell abgeschlossen. Die Transaktion wurde als reiner Barkauf mit einem Volumen von 1,325 Milliarden Britischen Pfund vollzogen. Mit diesem Schritt erweitert der US-Konzern sein Portfolio in den Sektoren Raffinerie, Petrochemie sowie bei der Produktion erneuerbarer Kraftstoffe erheblich.
Integration von Catalyst Technologies und strategischer Fokus
Durch die Übernahme kombiniert Honeywell seine Expertise in der Automatisierung und digitalen Lösungen mit den Spezialkatalysatoren von Johnson Matthey. Laut Unternehmensangaben schafft dieser Zukauf eine neue Plattform für künftiges Wachstum. Ken West, President und CEO von Honeywell Technologies, betonte die Bedeutung von End-to-End-Lösungen für Industriekunden, die zunehmend auf effizientere und nachhaltigere Verfahren setzen.
Medienberichten zufolge wurde der ursprüngliche Kaufpreis von 1,8 Milliarden Britischen Pfund im Zuge der Verhandlungen auf die nun gezahlten 1,325 Milliarden Pfund gesenkt. Grund hierfür waren unter anderem Anpassungen bei Lizenzrechten und eine schwächere Rentabilität des übernommenen Bereichs. Die Akquisition fügt sich in eine größere Expansionsstrategie ein: Seit dem Jahr 2023 hat das Unternehmen rund 11,5 Milliarden US-Dollar für Übernahmen aufgewendet.
Neuausrichtung nach Konzernabspaltungen
Der Abschluss der Transaktion folgt unmittelbar auf eine weitreichende strukturelle Neugestaltung des Konzerns. Erst am 29. Juni 2026 vollzog Honeywell die Abspaltung seiner Sparte Aerospace Technologies (HONA). Bereits am 30. Oktober 2025 wurde zudem der Bereich Solstice Advanced Materials als eigenständiges Unternehmen ausgegliedert. Diese Transformation soll Honeywell agiler machen und den Fokus auf industrielle Kernbereiche schärfen.
Die Analysten bewerten die Lage des Konzerns derzeit differenziert. Die Experten von JPMorgan haben ihr Kursziel für Honeywell zuletzt auf 250 US-Dollar festgesetzt und die Einstufung auf „Overweight“ belassen. Das Analysehaus Wolfe Research sieht das Ziel bei 265 US-Dollar und bewertet den Titel mit „Outperform“, während Morgan Stanley ein Kursziel von 245 US-Dollar ausgibt. Im Konsens der Analysten gilt die Aktie derzeit überwiegend als Halteposition.
Dividende und gesellschaftliches Engagement
Parallel zum operativen Umbau setzt Honeywell seine Ausschüttungspolitik fort. Das Unternehmen zahlt aktuell eine Dividende von 1,19 US-Dollar pro Quartal aus. Neben den Finanzzahlen rückten zuletzt auch ökologische Projekte in den Fokus. In Zusammenarbeit mit der PowerBank Corp startete Honeywell ein neues Gemeinschafts-Solarprojekt.
Zudem wurde das Unternehmen im Jahr 2026 vom Magazin Newsweek als einer der besten Arbeitsplätze für Eltern und Familien in den USA ausgezeichnet. Während das Marktumfeld durch inflationsbedingte Sorgen in der Industrie geprägt bleibt, reagierte die Honeywell-Aktie an den Börsenplätzen positiv auf die Nachricht der abgeschlossenen Übernahme. Das Handelsvolumen bewegte sich dabei jedoch unter dem langfristigen Durchschnitt.
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