Greenland Resources hat ein Memorandum of Understanding mit der deutschen GMH Gruppe über die langfristige Lieferung von Molybdän unterzeichnet. Das Abkommen soll die Kommerzialisierung des Malmbjerg-Projekts vorantreiben, das kürzlich im EU-Programm RESourceEU als Priorität eingestuft wurde. Kann Malmbjerg Europas Bedarf an verteidigungsrelevantem Molybdän sichern?
Das Abkommen im Detail
Das MoU legt einen Rahmen für die langfristige Lieferung von Ferro‑Molybdän, Molybdän‑Oxid und Briketts an die europäische Stahlindustrie fest. Die Rohstoffe sollen in Greenland gewonnen und in Belgien veredelt werden, um eine EU‑nah organisierte Lieferkette zu schaffen. Die GMH Gruppe betreibt mehr als 15 Produktionsstandorte, vorwiegend in Deutschland, und beliefert Automotive‑ sowie Aerospace‑Kunden.
Geopolitische und marktbezogene Bedeutung
Die EU‑Einstufung im RESourceEU‑Programm erhöht die politische Sichtbarkeit des Projekts. Analysen zufolge könnte Malmbjerg ausreichend Kapazität bereitstellen, um den gesamten verteidigungsrelevanten Molybdänbedarf der EU zu decken; mehr als 80 % der Metallanwendungen im Verteidigungsbereich erfordern Molybdänlegierungen. Zugleich kontrolliert China derzeit rund 87 % der Primärproduktion und hat zuletzt Exportkontrollen verschärft. Die Vereinbarung mit GMH spiegelt daher eine Lieferkettendiversifizierung westlicher Abnehmer wider.
Makropolitische Unsicherheiten bleiben. Diskussionen über mögliche US‑Zölle und strategische Interessen in der Arktis bringen zusätzliche Risiken für Zeitpläne und Handel mit sich.
Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit
Die Partnerschaft betont auch Nachhaltigkeitsaspekte. GMH setzt vermehrt auf Elektroofenverfahren, die gegenüber Hochofenprozessen deutlich geringere CO2‑Emissionen (Scope 1 und 2) erzeugen. Ein molybdänlieferant mit niedrigen direkten Emissionen passt zur europäischen Regulierungserwartung und den Plänen für „grünen Stahl“.
Aktienkurs und Marktreaktion: Auf Tradegate notiert die Aktie bei 1,165 EUR. Die Fünf‑Tages‑Performance zeigt ein leichtes Minus von 0,43 %, das Jahr‑bis‑Datum‑Plus liegt bei etwa 29,76 %. Das deutet darauf hin, dass die Markterwartungen Teile der Projektnachricht bereits einpreisten, Anleger aber nun Zeitpläne und geopolitische Risiken abwägen.
Wenn die Förderung in Greenland und die geplante Raffination in Belgien planmäßig starten, könnten die genannten Versorgungsanteile erreicht werden. Verzögerungen bei der Produktionsaufnahme oder weitere handelspolitische Maßnahmen würden hingegen die kurzfristige Sicherstellung der Lieferkette einschränken. Die kommenden Entscheidungen zur Projektumsetzung und die Entwicklung der geopolitischen Rahmenbedingungen werden entscheidend dafür sein, ob Malmbjerg tatsächlich zur stabilen, europäischen Molybdänquelle wird.
Greenland Resources-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Greenland Resources-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Greenland Resources-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Greenland Resources-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Greenland Resources: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
