Silber- und Goldpreis: Das sind nun die entscheidenden Kursmarken!

Gold und Silber verlieren deutlich an Wert. Auslöser sind veränderte Zinserwartungen nach Anpassungen der Zentralbanken. Analysten zeigen die nächsten wichtigen technischen Unterstützungszonen auf.

Auf einen Blick:
  • Gold fiel auf 4.500 Dollar und testet wichtige Unterstützung bei 4.400-4.500 Dollar
  • Steigende Inflationserwartungen führen zu Zinswende bei Zentralbanken
  • Silber handelt unter 50-Tage-Linie und könnte Februar-Tiefs bei 64 Dollar testen
  • Fehlende Flucht in sichere Häfen trotz geopolitischer Spannungen

Die Edelmetalle Gold und Silber haben in den vergangenen Tagen deutlich an Wert verloren. Gold rutschte auf rund 4.500 Dollar ab, während Silber seine 50-Tage-Linie nach unten durchbrach. Auslöser der Schwäche sind veränderte Zinserwartungen, nachdem mehrere Zentralbanken ihre Haltung angesichts steigender Inflationssorgen angepasst haben.

Der Konflikt zwischen den USA und Iran hatte zunächst die Preise für Rohöl und andere Energieprodukte nach oben getrieben. Dies führte zu einem raschen Anstieg der Inflationserwartungen. Während Investoren bei militärischen Konflikten traditionell in Edelmetalle flüchten, blieb dieser Effekt diesmal weitgehend aus. Die Märkte konzentrierten sich stattdessen auf die steigenden Ölpreise und deren Folgen.

Zentralbanken schwenken auf Zinserhöhungen um

Mit Ausnahme der Bank of Japan und der Reserve Bank of Australia hatten die meisten Notenbanken zuvor Zinssenkungen oder Zinspausen signalisiert. Die jüngsten Pressekonferenzen zeigten jedoch eine deutliche Verschiebung. Viele Zentralbankchefs stellten nun Zinserhöhungen in Aussicht, was den Edelmetallen zusätzlich zusetzt.

Analyst Elior Manier weist darauf hin, dass diese Entwicklung die gesamte Metallbranche belastet. Wenn die fundamentalen Rahmenbedingungen sich unerwartet ändern und Investoren nicht die erwartete Marktreaktion sehen, könne dies zu erheblichen Mittelabflüssen aus der Anlageklasse führen. Die Daten zeigen, dass Edelmetalle, Aktien und Anleihen gleichermaßen unter Druck gerieten.

Gold/US-Dollar Chart

Technische Marken entscheiden über weiteren Verlauf

Für Gold liegt die entscheidende Unterstützungszone bei 4.400 bis 4.500 Dollar, die bereits im Februar als wichtige Barriere diente. Ein Erholungsversuch am Donnerstag scheiterte, was auf einen erneuten Test der Tiefs bei 4.500 Dollar hindeutete. Sollte diese Marke nicht halten, dürfte Gold zunächst die Februar-Tiefs bei 4.395 Dollar anlaufen. Darunter finden sich erst bei 4.100 Dollar und später bei 3.500 Dollar nennenswerte Unterstützungen.

Silber/US-Dollar Chart

Bei Silber zeigt sich ein ähnliches Bild. Seit dem Bruch der 50-Tage-Linie entwickelt sich der Kurs entschieden schwach. Die Februar-Tiefs bei 64 Dollar könnten nun getestet werden. Ein Durchbruch würde den Weg in Richtung 55 bis 57 Dollar öffnen, wo die 200-Tage-Linie verläuft.

Investoren stehen vor der Frage, wie nachhaltig die Zinswende ausfallen wird und welche Rolle Edelmetalle künftig im Portfolio spielen können. Die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob die aktuellen Kursniveaus Käufer anlocken oder weitere Verkaufswellen auslösen.

Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)