Goldpreis: Es wird weiterhin kräftig gekauft!

Gold notiert trotz schwacher Schmucknachfrage stabil. Zentralbanken und physische Anlagekäufe kompensieren ETF-Abflüsse und sichern den Preis.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis kaum verändert bei 4.061 Dollar
  • Zentralbanken kaufen weiterhin große Mengen
  • Physische Anlagekäufe in Asien stark
  • Schmuckbranche leidet unter hohen Preisen

Auch am Montagmorgen kam der Goldpreis kaum von der Stelle. So stieg die Notierung um 0,13 % auf 4.061 US-Dollar pro Unze. Trotz der Rücksetzer nach Beginn des Iran-Kriegs steht das Edelmetall auf 1-Jahres-Sicht mit 20 % im Plus. Eine nachhaltige Aufwärtsbewegung in Richtung der Rekordstände von Anfang des Jahres ist aber weiterhin nicht in Sicht (Stand: 03.08.2026, 9:45 Uhr).

Kürzlich hat das World Gold Council (WGC) einen umfassenden Überblick zum globalen Goldmarkt vorgelegt. Demnach blieb die Gesamtnachfrage nach Gold im zweiten Quartal trotz des weiterhin hohen Preisniveaus bemerkenswert stabil.

Während die Schmucknachfrage unter den hohen Preisen litt und Gold-ETFs Mittelabflüsse verzeichneten, sorgten vor allem Käufe der Zentralbanken sowie eine anhaltend starke Nachfrage nach physischem Anlagegold für Unterstützung. Damit bestätigt sich, dass Gold weiterhin eine wichtige Rolle als strategischer Wertspeicher spielt.

Goldpreis: Zentralbanken bleiben der wichtigste Stabilitätsfaktor

Ein zentraler Treiber des Goldmarktes bleiben die Notenbanken. Zwar fielen ihre Käufe im ersten Halbjahr laut WGC geringer aus als in den Vorjahren, dennoch zählen sie weiterhin zu den größten Nachfragern am Markt.

Gleichzeitig investieren private Anleger insbesondere in Asien und im Nahen Osten weiterhin verstärkt in Goldbarren und Münzen. Dagegen leidet die Schmucknachfrage unter den hohen Preisen, da viele Verbraucher Käufe verschieben oder kleinere Schmuckstücke bevorzugen.

Goldpreis: Investmentnachfrage gewinnt weiter an Bedeutung

Zur Einordnung: Die Preisentwicklung wird immer stärker von makroökonomischen Faktoren wie Zinserwartungen, geopolitischen Spannungen und den Käufen institutioneller Investoren beeinflusst. Die Nachfrage nach physischem Anlagegold bleibt hoch, obwohl der Goldpreis in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen ist.

Das spricht dafür, dass viele Investoren Gold weiterhin als Absicherung gegen wirtschaftliche und geopolitische Risiken betrachten. Sollte die Zentralbanken ihre Goldkäufe wieder ausweiten, was von vielen Experten erwartet wird, könnte dies den Goldpreis auch in den kommenden Quartalen stützen.

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