Goldpreis: Welche Marke jetzt wichtig ist!

Der Goldpreis verharrt nahe der 4.000-USD-Schwelle, nach einem starken Quartalsverlust. Ein Anstieg über eine bestimmte Marke gilt jetzt als wichtiges Signal für eine Bodenbildung.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis nahe psychologischer 4.000er-Marke
  • Stärkster Quartalsrückgang seit 13 Jahren
  • Fed-Haltung und Iran-Krieg belasten
  • Erholung über 4.100 USD als Signal

Auch am Mittwoch notierte der Goldpreis in der Nähe der 4.000-USD-Schwelle. Der Marktpreis hat sich in den letzten Handelstagen um diese psychologisch wichtige Marke bewegt, nachdem die Notierung in den letzten Monaten deutliche Einbußen hingenommen hatte (Stand: 01.07.2026, 12:30 Uhr).

Goldpreis: Starker Rückgang in Q2 26

Allein im zweiten Quartal 2026 fiel der Goldpreis um rund 15 %. Das ist der stärkste Rückgang innerhalb eines Quartals seit ungefähr 13 Jahren. Zu Jahresbeginn hatte der Goldpreis jedoch neue Rekorde erklommen und notiert aktuell trotz der jüngsten Korrektur somit immer noch deutlich höher als Anfang Juli 2025.

Es gebe weiterhin Bedenken, dass die US Notenbank Fed trotz des inzwischen wieder signifikanten Rückgangs der Energiepreise eine „falkenhafte Haltung“ einnehmen könnte, so Rohstoffexperte Ole Hansen, der für die Saxo Bank arbeitet, gegenüber Bloomberg. Einige Händler könnten jedoch angesichts der Erholung des Marktpreises vom Tiefpunkt der letzten Woche Vertrauen gewonnen haben.

Es müssten allerdings die Preise zunächst über 4.100 USD pro Unze ansteigen, damit dem Markt klar werde, dass zuvor ein verlässliches Tief erreicht worden sei, erklärte Hansen.

Goldpreis wegen Iran-Krieg und Zinsängsten unter Druck

Hintergrund: Zuletzt sorgten die gestiegenen Energiepreise infolge des Kriegs im Nahen Osten für neue Inflationssorgen. Dadurch rechnen Anleger inzwischen wieder mit höheren Leitzinsen in den USA. Steigende Zinsen belasten den Goldpreis, weil das Edelmetall selbst keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Dividenden abwirft. Gleichzeitig macht ein stärkerer Dollar Gold für Käufer außerhalb der USA teurer und dämpft die Nachfrage.

Diese Faktoren haben den Goldpreis seit Beginn des Iran-Kriegs unter Druck gesetzt und damit den klassischen Kurstreiber des Edelmetalls übertrumpft. Traditionell sind geopolitische Konflikte – zumal mit solcher Tragweite wie im Nahen Osten – eigentlich positiv für den Goldpreis, da das Metall als sicherer Hafen gilt.

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