Goldpreis steigt plötzlich: Das steckt dahinter!

Nach dem Rückgang infolge der Fed-Entscheidung gewinnt Gold wieder an Wert. Sinkende Ölpreise könnten den Inflationsdruck künftig dämpfen.

Auf einen Blick:
  • Gold legt um 1,2 Prozent zu
  • Brent verliert 1,7 Prozent
  • Fed-Schritt war weitgehend erwartet
  • Zentralbanknachfrage stützt langfristige Perspektive

Am Donnerstagmorgen ging es für den Goldpreis um 1,2 % auf 4.315 US-Dollar pro Unze nach oben (Stand: 17.09.2026, 9:00 Uhr). Die Edelmetall-Notierung hat sich damit nach dem deutlichen Rücksetzer vom Mittwochabend wieder etwas erholt. Der Goldpreis war am Mittwoch wegen der Zinserhöhung durch die US-Zentralbank Fed zunächst deutlich gefallen.

Ölpreis fällt, Goldpreis steigt

Höhere Zinsen machen festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen für Anleger attraktiver, da Gold selbst keine Dividenden oder Zinsen abwirft. Zudem stärken steigende Zinsen oft den US-Dollar, wodurch das in Dollar gehandelte Edelmetall für Käufer aus anderen Währungsräumen teurer und weniger nachgefragt wird.

Dass das Edelmetall am Donnerstag wieder zulegen konnte, dürfte vor allem mit dem Ölpreis zu tun haben. So verlor die Sorte Brent zum oben genannten Zeitpunkt auf immer noch hohem Niveau 1,7 % auf 104 Dollar pro Barrel. Sinkende oder zumindest stabile Energiepreise könnten den Inflationsdruck mittelfristig etwas entschärfen. Genau das eröffnet dem Goldmarkt Spielraum, weil Anleger dann mit weniger aggressiven Zinsschritten in der Zukunft rechnen könnten.

Zumal die von der Fed nun durchgeführte Zinserhöhung bereits weitestgehend erwartet worden war. Entsprechend konnte der Goldpreis relativ schnell einen Teil der Verluste kompensieren. Spannend wird nun sein, ob die Zentralbank noch in diesem Jahr weitere Zinsschritte gehen wird. Hierfür dürften auch der Fortgang des Iran-Kriegs sowie die damit einhergehenden Turbulenzen auf dem globalen Energiemarkt wichtig sein.

Goldpreis: Übergeordnete Perspektive intakt

Über die kurzfristigen Zinseffekte hinaus bietet der Goldpreis laut den meisten Experten nach wie vor eine starke übergeordnete Perspektive – wegen der Eigenschaft des Edelmetalls als sicherer Hafen und als Absicherung gegen die grassierende Staatsverschuldung der USA. Die Nachfrage vonseiten internationaler Zentralbanken und privater Käufer dürfte hochbleiben, zumal ein zunehmender Investment-Trend in Richtung Substanzwerte erkennbar ist.

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