Goldpreis, Silberpreis: Wahnsinn ohne Ende?

Die Edelmetall-Rallye setzt sich mit starken Kursgewinnen fort. Geopolitische Spannungen und eine geschwächte US-Währung treiben Anleger in Gold und Silber.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis erreicht neues Allzeithoch über 5.100 USD
  • Silber legt mit über 6 Prozent noch stärker zu
  • Geopolitische Unsicherheiten befeuern die Nachfrage
  • Goldman Sachs erhöht Prognose auf 5.400 Dollar

Die Edelmetall-Rallye geht weiter und weiter. Am frühen Montagmorgen stieg der Goldpreis zeitweise über die 5.100-USD-Marke. Am späteren Vormittag belief sich das Plus noch auf 2,0 % auf 5.082,6 US-Dollar pro Feinunze (Stand: 26.01.2026, 11:00 Uhr).

Beim Silberpreis ging es gar noch stärker aufwärts. Die Notierung kratzte an der 110-USD-Schwelle: Am späteren Vormittag verzeichnete der Silberpreis ein Plus von satten 6,13 % auf 109,28 Dollar pro Unze (Stand: 26.01.2026, 11:00 Uhr).

Der Goldpreis steht nun auf 1-Jahres-Sicht mit 81 % im Plus, der Silberpreis mit 241 %. Für Rohstoff- und insbesondere Edelmetall-Notierungen ist das eine außergewöhnliche Rallye.

Goldpreis: Trump treibt Anleger in Scharen zum Gold

Verantwortlich für den jüngsten Kurssprung und die neuen Preisrekorde dürfte erneut der US-Präsident sein. So sorgt Trump sowohl geopolitisch als auch fiskalisch für enorme Unsicherheiten, was viele Investoren scharenweise in die sicheren Häfen der Edelmetalle treibt.

Zwar konnte sich die USA mit der Nato offenbar auf ein Rahmenwerk bezüglich der Grönland-Frage einigen. Dass das Weiße Haus aber unverhohlen mit massiven Sanktionen gegen die EU gedroht hatte, ist ein erneuter tiefgreifender Schock für die Sicherheitsordnung innerhalb der westlichen Welt und insbesondere in Europa.

Nachdem Trump dieses Thema offenbar erst einmal abgehakt hat, zündelt der Präsident nun an anderer Stelle weiter und droht dem Iran mit massiven Militärschlägen, die den Nahen Osten kurzfristig destabilisieren könnten. Hintergrund von Trumps Drohungen sind die jüngst von der iranischen Regierung brutal niedergeschlagenen Proteste gegen die Mullah-Diktatur.

Darüber hinaus schwindet das Vertrauen in das US-Finanzsystem weiter – nicht zuletzt, weil Trump massiv gegen Fed-Chef Jerome Powell vorgeht. So wurden kürzlich Ermittlungen der US-Regierung gegen den Notenbanker bekannt. Viele sehen darin ein übergriffiges Verhalten vonseiten der Trump-Administration.

Die Folge: eine Abschwächung des US-Dollars, wovon die Edelmetallpreise profitieren. Zudem setzen immer mehr Zentralbanken rund um den Globus verstärkt auf Gold als Reservewährung, um ihre Abhängigkeiten vom US-Dollar zu reduzieren.

Gold- und Silber-Rallye: Wie weit geht es noch hoch?

Es bleibt nun abzuwarten, wie hoch die Rallye den Gold- und Silberpreis noch tragen kann. Erst kürzlich hat die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Prognose für den Goldpreis auf 5.400 Dollar bis Ende 2026 erhöht – von zuvor 4.900 Dollar. Das Umfeld bleibt also vorerst bullisch – wobei (auch umfassendere) Korrekturen auf diesem extrem hohen Niveau immer möglich sind.

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