Am Mittwochmorgen stieg der Goldpreis deutlich um 2,45 % auf 4.027 US-Dollar pro Feinunze. Damit überschritt die Notierung zum ersten Mal seit etwa einer Woche wieder die symbolisch wichtige 4.000-USD-Schwelle (Stand: 04.11.2026, 9:00 Uhr).
Verantwortlich für den Kurssprung dürften die US-Zwischenwahlen gewesen sei, bei denen die Demokraten wohl einen noch deutlicheren Sieg errungen haben, als die Umfragen im Vorfeld nahegelegt hatten.
Goldpreis: Dollar und Anleiherenditen geben nach US-Wahl nach
Nach dem Sieg der Demokraten in beiden Kongresskammern fiel der Dollar auf ein Ein-Monats-Tief, während gleichzeitig die Renditen amerikanischer Staatsanleihen nachgaben. Viele Investoren erwarten nach dem Wahlergebnis stärkere politische Spannungen zwischen Kongress und Weißem Haus sowie eine schwierigere Umsetzung wirtschaftspolitischer Vorhaben.
Der Goldpreis profitiert traditionell von einem schwächeren Dollar und sinkenden Anleiherenditen. Denn ein schwächerer Dollar macht Gold für Käufer außerhalb der USA günstiger, während fallende Anleiherenditen die Opportunitätskosten senken, da Gold im Gegensatz zu Anleihen keine laufenden Zinsen abwirft.
Goldpreis: Unsicherheiten begünstigen Edelmetalle
Die Unsicherheiten in Folge der Wahl – unter anderem mit Blick auf die politischen Risiken rund um den Ausbau der umstrittenen KI-Rechenzentren – bieten ebenfalls ein klassisches bullisches Umfeld für Gold, aber auch für die anderen Edelmetalle.
Von der Dynamik profitierten somit auch Silber, Platin und Palladium deutlich. Silber und Palladium legten rund 4 % zu und entwickelten sich damit sogar stärker als Gold. Beim Platin ging es um knapp 2 % nach oben (Stand: 04.11.2026, 9:00 Uhr).
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