Am Montagmorgen ging es für den Goldpreis wieder etwas nach oben. So stieg die Notierung um 0,8 % auf 4.191 US-Dollar pro Feinunze. Auf 1-Monats-Sicht steht der Goldpreis dennoch mit -8,25 % im Minus (Stand: 22.06.2026, 10:30 Uhr).
Vor allem die anhaltenden Querelen rund um den Iran-Krieg und die inzwischen von einigen Experten erwarteten Zinssteigerungen in den USA haben den Goldpreis zuletzt gedrückt.
Goldpreis: Fed könnte Zinspolitik straffen
Zwar hatte die Fed kürzlich den Leitzins bei 3,5 bis 3,75 % belassen. Im restlichen Jahr könnte die US-Zentralbank aber den Gurt anziehen. Der einflussreiche Vermögensverwalter PGIM erwartet gar noch drei Zinsanhebungen im restlichen Jahr – um jeweils 25 Basispunkte. Hintergrund sind demnach das überraschend starke Wirtschaftswachstum in den USA, die hohe Inflation auch infolge des Iran-Kriegs sowie der sich aufheizende US-Arbeitsmarkt.
Steigen die Zinsen, sinkt traditionell die Attraktivität von Gold, da das Edelmetall selbst keine Zinsen abwirft. Immerhin: Die PGIM-Analysten sehen eine rasche Lockerung der Zinspolitik. So wird erwartet, dass die Fed 2027 drei Senkungen durchführen wird. 2028 könnten die Zinsen dann wieder unter das aktuelle Niveau fallen.
Goldpreis: Übergeordnete und strukturelle Gewinnchancen
Die meisten großen Analysehäuser schreiben Gold vor allem mittel- bis langfristige Chancen zu. So sorgen die zunehmende De-Dollarisierung sowie die immer weiter ausufernde Staatsverschuldung gerade der USA für eine strukturelle Nachfrage nach dem Edelmetall. Gold ist weltweit anerkannt, verlässlich, resilient und als Stabilisierungsanker für Währungen beliebt. In der Folge dürfte die Gold-Nachfrage vonseiten der internationalen Notenbanken weiter hoch bleiben bzw. gar noch steigen.
Die Deutsche Bank etwa hält in einem solchen übergeordneten bullischen Szenario gar Goldpreise von bis zu 8.000 US-Dollar für möglich.
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