Für den Goldpreis ging es am Dienstag wieder nach unten. Am frühen Abend verzeichnete die Edelmetall-Notierung einen Rücksetzer von 1,4 % auf 4.508 USD pro Unze (Stand: 26.05.2026, 18:30 Uhr).
Goldpreis: Iran-Krieg bleibt Blackbox
Erneut war der Iran-Krieg der bestimmende Faktor für den Goldpreis. Nachdem US-Präsident Donald Trump kürzlich noch Fortschritte bei den Verhandlungen betonte, griffen die US-Streitkräfte am Dienstag unter anderem Raketenstellungen im Iran an. Ein baldiges Ende des Konflikts ist damit offenbar erneut nicht absehbar.
Der Goldpreis reagiert seit Beginn der Kriegs Ende Februar negativ auf eine Verschlimmerung der Konfliktlage, da in der Folge die Inflationsängste und somit die Sorgen rund um eine strengere Zinspolitik zunehmen. Diese wiederum wirken sich negativ auf die Nachfrage nach dem zinslosen Edelmetall aus.
Goldpreis: Fed im Fokus – neue US-Zahlen am Donnerstag
Jim Wyckoff, Analyst bei der American Gold Exchange, betonte gegenüber CNBC, dass die Anleihenmärkte derzeit gar eine Erhöhung der Leitzinsen durch die Zentralbank Fed einpreisten. Das sei ein „Minus für den Goldmarkt“.
Der Experte wies auf die neuen US-Konsumzahlen für April hin, die am Donnerstag veröffentlicht werden sollen. Daran könne der Markt die Entwicklung des Inflationsdrucks ablesen, was wiederum den künftigen Kurs der Fed mitbestimme, so Wyckoff.
Unterm Strich bleiben die meisten großen Bankhäuser aber optimistisch gestimmt und erwarten Preissteigerungen beim Gold vor allem im zweiten Halbjahr 2026.
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