Goldpreis hochspannend: Alle Augen auf Mittwoch!

Gold steigt auf 4.399 Dollar je Unze, Händler warten gespannt auf US-Notenbank-Protokoll. Zentralbank-Käufe stützen langfristige Aussichten.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis klettert auf 4.399 Dollar
  • Dollar-Schwäche beflügelt Edelmetall-Nachfrage
  • Fed-Zinserhöhungs-Wahrscheinlichkeit sinkt auf 29 Prozent
  • Protokoll der US-Notenbank am Mittwoch erwartet

Am Montagmorgen konnte der Goldpreis leicht zulegen. Konkret ging es um 0,54 % auf 4.399,5 US-Dollar pro Unze nach oben. Das 1-Monats-Plus summierte sich damit auf +9,3 % (Stand: 17.08.2026, 10:30 Uhr).

Für neuen Schwung sorgten unter anderem die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA, die auf eine schwächere Wirtschaft hindeuten. Gleichzeitig verlor der Dollar an Wert, wodurch Gold für Käufer außerhalb der USA günstiger wird und die Nachfrage steigt.

Goldpreis: Fed-Erwartungen treiben die Kurse

Ein wichtiger Faktor bleibt die Zinspolitik der Fed. Nach schwächeren Arbeitsmarktdaten und moderaten Inflationswerten rechnen die Finanzmärkte laut einem Reuters-Bericht inzwischen nicht mehr so stark mit einer Zinserhöhung im September. Demnach zeigt das CME FedWatch Tool, dass die Wahrscheinlichkeit dafür aktuell nur noch bei rund 29 Prozent liegt, nachdem sie vor einem Monat noch bei 47 Prozent gelegen hatte.

Der Marktanalyst Tim Waterer von KCM Trade erklärte laut Reuters, die jüngsten Inflationsdaten hätten den Dollar unter Druck gesetzt und dem Goldpreis zusätzlichen Spielraum verschafft. Für einen nachhaltigen Anstieg über die Marke von 4.500 US-Dollar je Unze wären nach seiner Einschätzung allerdings entweder eine weitere Abschwächung des Dollars oder deutlich niedrigere Energiepreise erforderlich.

Goldpreis: Anleger warten auf neue Signale der Notenbank

Im Fokus der Märkte stehen nun die Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung, die für Mittwoch erwartet werden. Anleger erhoffen sich daraus Hinweise auf den weiteren Kurs der US-Geldpolitik. Da Gold keine laufenden Zinsen abwirft, profitiert das Edelmetall in der Regel von sinkenden oder stabilen Zinsen.

Während die Zinsentwicklung eher kurzfristige Auswirkungen auf den Goldpreis hat, sehen viele Experten auf mittel- bis langfristige Sicht signifikantes Potenzial nach oben – bedingt vor allem durch die weiterhin engagierten Goldkäufe internationaler Zentralbanken.

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