Goldpreis: Historischer Einbruch! Fällt der Kurs nun auf 3.500 USD?

Der Goldpreis erlebt den größten Wochenverlust seit Aufzeichnungsbeginn. Analysten sehen das Edelmetall nicht mehr als sicheren Hafen und erwarten weiteren Abwärtsdruck.

Auf einen Blick:
  • Gold verliert 10% seit Kriegsbeginn im Nahen Osten
  • Größter Wochenverlust in Dollar seit Aufzeichnungsbeginn 1975
  • Steigende US-Realzinsen machen Gold zunehmend unattraktiv
  • Analysten bleiben langfristig gespalten über weitere Entwicklung

Der Goldpreis hat am Freitag den siebten Rückgang in acht Handelstagen verzeichnet und damit eine historisch schwache Woche abgeschlossen. Die Terminkontrakte für März fielen um 482,10 Dollar oder 9,5 Prozent auf 4.570,40 Dollar je Unze. Dies markiert den größten Wochenverlust in Dollar seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1975 und den stärksten prozentualen Rückgang seit der Woche zum 23. September 2011. Die Verluste weiteten sich im nachbörslichen Handel aus, nachdem Berichte über eine verstärkte Truppenpräsenz der USA im Nahen Osten bekannt wurden.

Gold/US-Dollar Chart

Paradoxe Reaktion auf geopolitische Spannungen

Bemerkenswert erscheint die Entwicklung vor dem Hintergrund der anhaltenden Kriegshandlungen. Seit Beginn des Konflikts mit dem Iran hat Gold rund 10 Prozent an Wert verloren. Analyst Kieran Tompkins von Capital Economics erklärt dieses ungewöhnliche Verhalten damit, dass sich Gold zunehmend wie ein riskanter Vermögenswert verhält, anstatt seiner traditionellen Rolle als sicherer Hafen gerecht zu werden. Anleger ziehen ihr Kapital aus dem Edelmetall ab, obwohl Krisenzeiten normalerweise für steigende Goldpreise sorgen.

Tompkins verweist darauf, dass nicht nur die stark gestiegenen Realzinsen in den USA für den Preisverfall verantwortlich sind. Das veränderte Verhalten von Gold über das vergangene Jahr hinweg lässt ihn einen weiteren Rückgang auf 3.500 Dollar je Unze bis Ende 2026 erwarten. Die steigenden Ölpreise und Inflationssorgen, verstärkt durch die Militärpräsenz im Nahen Osten, könnten zudem höhere Zinsen nach sich ziehen und Gold weiter unter Druck setzen.

Geteilte Einschätzungen für die kommenden Monate

Trotz der jüngsten Schwäche sehen einige Marktbeobachter langfristig durchaus positive Perspektiven. John Caruso von RJO Futures verweist auf mehrere unterstützende Faktoren: eine deutliche Abschwächung am Arbeitsmarkt, hohe Energiekosten, eine nicht mehr akkommodierende Geldpolitik der Fed sowie die anhaltende Unsicherheit rund um die Kriegshandlungen im Nahen Osten. Diese Kombination könnte mittelfristig wieder für Rückenwind sorgen.

Silber verzeichnete mit einem Wochenminus von 14,3 Prozent auf 69,36 Dollar je Unze einen noch stärkeren Rückgang und fiel auf den niedrigsten Stand seit dem 22. Dezember 2025. Während Gold im laufenden Jahr noch ein Plus von 5,6 Prozent aufweist, ist Silber mit minus 1,1 Prozent bereits ins Minus gerutscht. Anleger dürften in den kommenden Wochen genau beobachten, wie sich die Geldpolitik der Fed und die Lage im Nahen Osten weiterentwickeln.

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