Gut 8 Prozent hat Gold seit Ende Februar verloren, als die USA und Israel ihre Angriffe auf Iran starteten. Am Dienstag setzte die Unze ihren Rückgang fort, fiel auf 4.807,91 Dollar im Spotmarkt, und der Grund dafür ist diesmal nicht Panik, sondern so etwas wie Hoffnung.
Die Straße von Hormuz und der Waffenstillstand
Am Freitag öffnete Iran die Strasse von Hormuz kurz, schloss sie dann wieder. Ölpreise zogen an, Gold folgte zunächst. Am Montag drehte das Bild: Berichte über mögliche Friedensgespräche in Islamabad ließen Öl fallen, und damit auch einen der zentralen Treiber der Goldrally der letzten Wochen. Denn Gold als Inflationsschutz verliert seinen Reiz, wenn Öl billiger wird und die Zinsen hoch bleiben.
Kyle Rodda, Senior-Analyst bei Capital.com, bringt es auf den Punkt: Wenn die Gespräche stattfinden und ein Waffenstillstand verlängert oder gar ein Friedensdeal erzielt wird, dürfte Gold dennoch gut unterstützt bleiben, weil Öl dann weiter fällt. Kommt es nicht dazu, kehrt die Volatilität zurück.
Gold/USD Chart
Der Dollar macht den Rest
Dazu kommt ein festerer Dollar, der goldpreissensitive Käufer außerhalb des Dollarraums zwei Mal ueberlegen lässt, bevor sie zugreifen. Die US-Goldfutures für Juni standen bei 4.827,30 Dollar, also kaum verändert. Silber verlor 0,6 Prozent auf 79,40 Dollar, Platin 0,7 Prozent auf 2.074 Dollar, Palladium legte 0,3 Prozent auf 1.556,16 Dollar zu.
Iran erwägt laut Reuters-Bericht vom Montag die Teilnahme an Gesprächen in Pakistan, nachdem Islamabad Schritte unternommen hat, eine US-Blockade iranischer Häfen zu beenden. Der zweiwöchiege Waffenstillstand läuft diese Woche aus. Was danach kommt, weiss niemand. Gold auch nicht.
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