Goldpreis: Frieden als Kursmacher!

Der Goldpreis zeigt sich volatil: Nach einem schwachen Wochenstart stützen Friedenshoffnungen im Nahen Osten das Edelmetall.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis legte am Montag rund 0,4 Prozent zu, nachdem er zuvor um 0,8 Prozent nachgegeben hatte
  • Vergangene Woche fiel Gold um 2,5 Prozent und beendete eine vierwöchige Gewinnserie
  • Iran soll über pakistanische Vermittler neuen Friedensvorschlag an die USA übermittelt haben
  • Fed-Zinsentscheidung am Mittwoch gilt als nächster großer Impulsgeber

Erst runter, dann wieder rauf. Der Goldpreis lieferte am Montag eine kleine Achterbahnfahrt: Zu Beginn der Sitzung gab das Edelmetall um 0,8 Prozent nach, erholte sich dann aber und notierte zuletzt bei rund 4.726 Dollar pro Unze im Plus. Vergangene Woche war Gold um 2,5 Prozent gefallen und hatte damit eine vierwöchige Gewinnserie beendet. Kein dramatischer Einbruch, aber eben auch kein schönes Bild.

Teheran schickt einen Brief

Was den Kurs am Montag stützte, kam nicht aus den Handelsräumen, sondern aus der Diplomatie. Berichte, wonach der Iran über pakistanische Vermittler einen neuen Vorschlag zur Wiederöffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des Krieges mit den USA übermittelt hat, ließen den Dollar leicht nachgeben. Und ein schwächerer Dollar ist in der Regel gut für Gold.

„Wir beobachten nun, ob es in den kommenden Tagen überhaupt Fortschritte bei den Gesprächen gibt; dies wird der wichtigste Impulsgeber für Gold sein“, sagte Kyle Rodda, Senior Financial Market Analyst bei Capital.com. Klingt nüchtern, trifft es aber genau.

Gold/USD Chart

Trump sagt ab, Öl steigt

Denn die Lage ist alles andere als klar. Trump sagte am Samstag eine Reise zweier US-Gesandter nach Pakistan ab, was die Friedenshoffnungen prompt dämpfte. Gleichzeitig zogen die Ölpreise an, weil die festgefahrenen Gespräche die Unterbrechung der Energieexporte aus dem Nahen Osten verlängern. Höhere Ölpreise treiben die Inflation, höhere Inflation macht höhere Zinsen wahrscheinlicher, und höhere Zinsen belasten Gold. Ein Kreislauf, den Goldanleger gerade sehr genau im Blick behalten.

Mittwoch wird interessant

Die nächste Weichenstellung kommt am Mittwoch, wenn die US-Notenbank ihre Zinsentscheidung verkündet. Rodda bringt es auf den Punkt: Je nachdem, ob die Fed signalisiert, die Geldpolitik wegen der inflationären Auswirkungen der Energiekrise für den Rest des Jahres unverändert zu lassen, wird das entweder Rückenwind oder Gegenwind für Gold bedeuten.

Frieden wäre gut für Gold. Aber bisher ist es nur ein Vorschlag.

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