Der Goldpreis zeigte sich am Montagmorgen leicht in Rot. So verlor die Edelmetall-Notierung 0,3 % auf 4.182 US-Dollar pro Unze. Der Marktpreis lag damit etwa 10 % unter dem Zwischenhoch von Ende August und etwa 24 % unterm dem Allzeithoch von Anfang 2026. Auf 3-Jahres-Sicht stand die Notierung dennoch mit satten 122 % im Plus (Stand: 12.10.2026, 10:00 Uhr).
Derweil berichtet Bloomberg, dass die Rekordrallye beim Goldpreis nicht nur Privatinvestoren hohe Gewinne beschert hat, sondern auch den Handelsabteilungen großer Banken. Laut Daten von Crisil Coalition Greenwich steuert die Branche 2026 auf rund 5 Mrd. US-Dollar Erträge aus dem Edelmetallhandel zu und damit auf den höchsten Wert seit Beginn der Erfassung.
Goldpreis: Rekordrallye sorgt für Milliardengewinne bei Banken
Besonders profitiert hat JPMorgan. Die Bank soll allein im ersten Halbjahr 2026 rund 700 Mio. US-Dollar mit Gold, Silber und anderen Edelmetallen verdient haben. Auch andere Institute verzeichneten hohe Erträge. So soll die wieder stärker im Goldhandel aktive Deutsche Bank bereits mehr als 200 Mio. US-Dollar erwirtschaftet haben.
Hintergrund sind die starken Preisschwankungen und das enorme Anlegerinteresse. Gold und Silber erreichten im Jahresverlauf neue Rekordstände, während Produkte wie kurzfristige Optionen und gehebelte ETFs zusätzliche Handelsaktivität erzeugten. Davon profitieren die Handelsabteilungen der Banken über höhere Umsätze und Arbitragemöglichkeiten.
Goldpreis: Hohe Volatilität ist ein wichtiges Signal
Bemerkenswert ist dabei, dass Banken vor allem dann hohe Handelserträge erzielen, wenn Märkte liquide sind und starke Preisbewegungen zeigen. Die Rekordgewinne der Händler spiegeln daher indirekt wider, wie intensiv Gold derzeit gehandelt wird und wie groß das Interesse institutioneller und privater Anleger ist.
Zusätzliche Gewinne entstanden laut Bloomberg auch durch den Transport physischer Goldbarren zwischen verschiedenen Handelszentren, um Preisunterschiede auszunutzen.
Zur Einordnung: Für den Goldpreis ist die Meldung vor allem ein Zeichen für die außergewöhnlich hohe Aktivität am Markt. Die Banken verdienen ihr Geld nicht primär mit steigenden Preisen, sondern mit Handelsvolumen und Volatilität. Dass die Branche auf einen Rekordwert von rund 5 Mrd. US-Dollar zusteuert, zeigt jedoch, wie stark Gold inzwischen wieder im Fokus globaler Investoren steht.
Zusammen mit den zuletzt hohen Zentralbankkäufen und der steigenden Nutzung von Gold als Portfolioabsicherung deutet dies auf eine anhaltend robuste Nachfrage nach dem Edelmetall hin.
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