Gold: Stärkster Wochenverlust seit vier Monaten

Symbolbild, KI-generiert

Zins- und Inflationsängste drückten den Goldpreis, obwohl indische Käufer und Zentralbanken Nachfrage zeigten.

Auf einen Blick:
  • Spotgold schloss bei 3.997,48 Dollar
  • Stärkster Wochenrückgang seit über vier Monaten
  • Indische Gold-ETF-Zuflüsse erreichten 17,22 Milliarden Rupien
  • Goldman Sachs schätzte Zentralbankkäufe auf 79 Tonnen

Steigende Ölpreise und Inflationssorgen haben am Freitag die Unterstützung durch Goldkäufer überlagert. Reuters zufolge belastete die Aussicht auf länger hohe US-Zinsen den Goldpreis. Gleichzeitig zog die saisonale Nachfrage in Indien an. Der Gegensatz ist entscheidend: Die Nachfrageimpulse reichten bislang nicht aus, um den von Zins- und Inflationssorgen geprägten Verkaufsdruck aufzufangen.

Öl verteuert sich, Gold gerät unter Druck

Auslöser der Öl-Rally waren unter anderem Huthi-Angriffe in Saudi-Arabien. Sie schürten Sorgen über mögliche Störungen der Energieversorgung. Reuters hatte bereits am Donnerstag höhere Ölpreise und die dadurch verstärkten Inflationsbefürchtungen als Belastungsfaktoren für Gold genannt.

Am Freitag fiel das Edelmetall im Handelsverlauf erstmals seit Mitte Juli unter die Marke von 4.000 Dollar je Feinunze. Zum Handelsschluss stand der Spotpreis bei 3.997,48 USD je Feinunze. Der Wochenverlust war der stärkste seit mehr als vier Monaten.

Damit bestimmte zuletzt vor allem die geldpolitische Interpretation des Ölpreisanstiegs das Marktgeschehen. Die Angriffe lösten Sorgen um die Energieversorgung aus; beim Gold überwog laut Reuters jedoch die Belastung durch die damit verbundenen Zins- und Inflationserwartungen.

Die nächste geldpolitische Sitzung der Federal Reserve am 27.–28.10.2026 bildet dafür einen wichtigen Terminanker. Goldmarktteilnehmer warten auf Signale zum weiteren US-Zinspfad. Für die Einordnung der jüngsten Schwäche steht damit weniger die Nachfrage allein im Mittelpunkt als deren Gegengewicht zu den geldpolitischen Erwartungen.

Käufer in Indien und Zentralbanken

Auf der Nachfrageseite gibt es unterdessen unterstützende Signale. Der World Gold Council berichtete am Dienstag von einer Belebung des indischen Goldmarkts vor der Fest- und Hochzeitssaison. Niedrigere Goldpreise unterstützten die saisonale Nachfrage.

Auch die Nachfrage nach Goldfonds liefert einen Gegenpunkt zur Preisschwäche. Nach Angaben des World Gold Council lagen die geschätzten Nettozuflüsse indischer Gold-ETFs in der ersten Oktoberhälfte bei 17,22 Milliarden Rupien. Diese Käufe verhinderten den jüngsten Rückgang des Goldpreises allerdings nicht.

Zusätzliche Unterstützung deuteten Schätzungen zu den Zentralbankkäufen an. Goldman Sachs bezifferte diese am 19. Oktober für August weltweit auf 79 Tonnen. Auf Dreimonatsbasis schätzte das Haus die saisonbereinigten Käufe auf 85 Tonnen monatlich.

Dabei handelt es sich um Schätzungen von Goldman Sachs und nicht um offizielle Zahlen des World Gold Council. Zusammen mit der indischen Nachfrage zeichnen sie ein differenziertes Bild: Gold findet Käufer, während die Sorgen um Inflation und Zinsen den Preis dennoch belasten. Nachfrage und kurzfristige Preisrichtung laufen damit derzeit auseinander.

Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 25. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)