Die Einführung neuer US-Handelszölle und die bevorstehenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sorgen heute für deutliche Bewegung am Edelmetallmarkt. Anleger suchen verstärkt Schutz im Gold, das massiv von der wachsenden geopolitischen Unsicherheit profitiert. Kann das Edelmetall seinen Aufwärtstrend trotz einer bereits überkauften Marktlage kurzfristig fortsetzen?
Geopolitik als Preistreiber
Spot-Gold (XAU/USD) legte heute um 0,8 % auf 5.190,99 US-Dollar pro Unze zu. Auch die US-Futures für April kletterten um 0,7 % auf 5.210,40 US-Dollar. Hauptverantwortlich für diesen Sprung ist die Verunsicherung über die US-Handelspolitik – konkret die Umsetzung neuer 15-prozentiger Zölle unter Section 122. Zudem werfen die für morgen angesetzten Gespräche zwischen den USA und dem Iran ihre Schatten voraus.
Der Bloomberg Dollar Spot Index (DXY) gab parallel dazu um 0,2 % nach, was den Ausbruch des Goldpreises während der europäischen Handelssitzung begünstigte. Gleichzeitig stiegen die spekulativen Netto-Long-Positionen in den Futures auf 96.057 Kontrakte, den höchsten Stand seit drei Wochen. Auch andere Edelmetalle profitierten deutlich: Silber kletterte um 4,2 % auf 90,96 US-Dollar, während Platin um 5,8 % zulegte.
Dynamik im Bergbausektor
Nicht alle Akteure im Sektor reagieren gleichermaßen auf die Goldrally. Während Newmont die Gewinne der großen Minenbetreiber anführt, hinkt Barrick Gold hinterher. Hier belasten Sorgen über die Produktionsziele für das Jahr 2025 die Stimmung der Anleger.
Fortuna Mining verzeichnete Kursgewinne nach der Bekanntgabe hochgradiger Bohrergebnisse beim Diamba Sud Projekt im Senegal. Mit 6,0 Gramm Gold pro Tonne über 24,1 Meter untermauert das Unternehmen seine jüngste Ressourcenausweitung um 73 % auf 1,25 Millionen Unzen. Laut CEO Jorge Ganoza bildet dies die Basis für die bis Mitte 2026 geplante Machbarkeitsstudie. Auf der Gegenseite gerieten Short-Produkte wie der ProShares UltraShort Gold Miners ETF unter Druck und testeten die Marke von 7,05 US-Dollar.
Charttechnik mahnt zur Vorsicht
Technisch gesehen befindet sich Gold in einem stabilen Aufwärtstrend und notiert deutlich über den gleitenden Durchschnitten der letzten 50, 100 und 200 Tage. Kurzfristig mahnen die Indikatoren jedoch zur Zurückhaltung: Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt auf 4-Stunden-Basis bei 78,2, was auf eine überkaufte Situation hindeutet und das Risiko kurzzeitiger Rücksetzer erhöht.
Ein unmittelbarer Widerstand liegt beim gestrigen Hoch von 5.237,77 US-Dollar, gefolgt von der psychologischen Hürde bei 5.249,69 US-Dollar. Sollten Anleger Gewinne mitnehmen, findet Gold eine erste Unterstützung beim 50-Tage-Durchschnitt nahe 5.150 US-Dollar sowie beim gestrigen Tagestief von 5.098,62 US-Dollar.
Morgen richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer vollständig auf die Schlagzeilen der US-Iran-Gespräche sowie die realen wirtschaftlichen Folgen der neuen US-Zölle. Während kurzfristig eine volatilere Konsolidierung droht, stützt die anhaltende physische Nachfrage durch Zentralbanken – wie zuletzt durch die aggressiven Käufe aus Polen – den Kurs fundamental ab und bietet eine solide Basis bei technischen Korrekturen.
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