Gold: Inflationsdaten drücken den Preis

Symbolbild, KI-generiert

Nach neuen US-Inflationsdaten verliert Gold mehr als 1 Prozent. Die bevorstehende Fed-Entscheidung könnte den Kurs weiter prägen.

Auf einen Blick:
  • Gold verliert mehr als 1 Prozent
  • US-Inflationsdaten verstärken Zinsängste
  • Notierung liegt unter 200-Tage-Durchschnitt
  • Fed-Entscheid könnte Kursrichtung bestimmen

Der Goldpreis verzeichnet am Tag einer wegweisenden geldpolitischen Entscheidung spürbare Verluste. Nach der Veröffentlichung neuer US-Inflationsdaten gab das Edelmetall heute um mehr als 1 Prozent nach.

Für die Marktteilnehmer kommt dieser Rückschlag zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Der Zinsentscheid der US-Notenbank steht am heutigen Mittwoch auf der Agenda und gilt als zentraler kurzfristiger Impulsgeber für die Notierung.

Zinsängste belasten das Edelmetall erneut

Die Furcht vor einer restriktiveren Geldpolitik drückt nicht zum ersten Mal in diesem Monat auf die Stimmung. Bereits am 10. September hatten robuste US-Inflationsdaten und steigende Ölpreise den Goldpreis laut Reuters um mehr als 1 Prozent absacken lassen. Ein zeitweise schwächerer US-Dollar konnte den Kurs an jenem Tag nur leicht stützen, da die Zinsdebatte die Oberhand behielt.

Vorausgegangen waren am 7. September bereits unerwartet feste Daten vom US-Arbeitsmarkt, die ebenfalls Spekulationen über straffere Zügel der Währungshüter befeuert hatten. Steigende Zinsen dämpfen in der Regel die Nachfrage nach unverzinsten Edelmetallen, weshalb starke Konjunktur- und Preisdaten regelmäßig Abgabedruck auslösen.

Notierung fällt unter wichtige Trendlinie

Im Vorfeld der heutigen Notenbankentscheidung zeigten sich die Anleger bereits zurückhaltend. Am Dienstag beendete die Feinunze den Handel bei einem Schlusskurs von 4.295,09 USD.

Medienberichten zufolge richteten die Händler im Londoner Handel ihren Blick schon zu Wochenbeginn fast ausschließlich auf das anstehende Treffen der Federal Reserve. Durch die jüngsten Kursverluste geriet auch das langfristige Chartbild unter Druck: Das Edelmetall notiert 4,7 Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 4.507,41 USD.

Die heutigen Beschlüsse der Federal Reserve dürften nun die Richtung für die kommenden Handelstage vorgeben. Sollte die Notenbank die Zinsen tatsächlich anheben oder einen anhaltend restriktiven Kurs signalisieren, droht dem Edelmetall weiterer Gegenwind. Entschließen sich die Währungshüter hingegen zu einer Pause, könnte dies den jüngsten Verkaufsdruck dämpfen.

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