Starke US-Zinsen drücken den Goldpreis nach unten. Parallel dazu stützen staatliche Akteure den Kurs mit massiven Zukäufen. Am Markt prallen zwei gegensätzliche Kräfte aufeinander.
Zuletzt verlor das Edelmetall spürbar an Boden. Am Freitag schloss die Unze bei rund 4.555 US-Dollar. Auf Wochensicht verbucht Gold damit deutliche Verluste. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von knapp fünf Prozent auf der Anzeigetafel.
China kauft systematisch zu
Die chinesische Zentralbank stützt den Markt massiv. Im April erwarb die Notenbank weitere acht Tonnen Gold. Damit stockt Peking seine offiziellen Bestände seit anderthalb Jahren ununterbrochen auf. Die Gesamtreserven klettern auf über 2.321 Tonnen.
Marktbeobachter sehen darin eine klare Abkehr vom US-Dollar. Die Regierung plant parallel lockerere Importregeln für Goldbarren. Das soll die heimische Währung stützen. Auch Polen und Usbekistan treten dieses Jahr als große Käufer auf. Diese Staaten nutzen tiefere Kurse für strategische Zukäufe.
Zinsen bremsen den Aufstieg
Diesem Kaufrausch steht die US-Geldpolitik im Weg. Die amerikanische Inflation stieg zuletzt auf 3,8 Prozent. Das dämpft die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen. In der Folge rentieren zehnjährige US-Staatsanleihen mittlerweile bei 4,54 Prozent.
Das zinslose Edelmetall konkurriert direkt mit diesen sicheren Renditen. Die Folge: Private Anleger verkaufen und realisieren Gewinne. Die Zentralbanken saugen dieses Material jedoch sofort auf. Sie agieren preisunempfindlich und verknappen das Angebot.
Der Markt teilt sich zunehmend auf. Konsumenten halten sich bei den hohen Preisen zurück. Staatliche Akteure übernehmen stattdessen die Kontrolle. Kurzfristig entscheidet nun die Entwicklung der US-Realzinsen über die Preisrichtung. Sinken die Anleiherenditen in den kommenden Wochen, fällt die größte Bremse für den Goldpreis weg.
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