Gold: 1,4 Prozent auf 4.060 Dollar

Trotz verschärftem Iran-Konflikt fällt der Goldpreis deutlich. Steigende Ölpreise und Inflationssorgen verschieben die Zinserwartungen.

Auf einen Blick:
  • Goldpreis gibt trotz Konflikt nach
  • Ölpreisanstieg schürt Inflationsängste
  • Zinserwartungen belasten den Goldpreis
  • Analysten sehen begrenztes Abwärtspotenzial

Gold fällt, obwohl der Iran-Konflikt eskaliert. Das ist ungewöhnlich für den sicheren Hafen. Am Montag verliert die Feinunze bis zu 1,4 Prozent und rutscht auf rund 4.060 US-Dollar. Damit macht der Goldpreis den gesamten Wochengewinn der Vorwoche wieder wett.

Widersprüchliche Signale zur Straße von Hormus

Die USA und der Iran liefern sich übers Wochenende neue Angriffe. Das US-Zentralkommando bestätigt bereits die vierte Angriffswelle innerhalb einer Woche. Auslöser war ein iranischer Angriff auf ein Containerschiff unter zyprischer Flagge.

Die iranischen Revolutionsgarden erklären die Straße von Hormus für gesperrt. Sie begründen den Schritt mit einer angeblich unerlaubten Route des Schiffs. Kein Schiff werde durchgelassen, bis die USA ihre Einmischung beenden, so die Garden.

Die USA widersprechen dieser Darstellung umgehend. Über den tatsächlichen Status der Wasserstraße herrscht weiterhin Verwirrung. Durch die Meerenge fließt weltweit etwa ein Fünftel der Ölmenge.

Zinserwartungen drücken auf Gold

Normalerweise treibt Kriegsangst den Goldpreis nach oben. Diesmal wirkt die Eskalation als Bremse. Der Grund liegt beim Ölpreis.

Öl verteuert sich nach der Eskalation um rund 3 Prozent. Anleger befürchten Störungen beim Transport durch die Meerenge. Steigende Energiepreise schüren neue Inflationssorgen.

Das verschiebt die Zinserwartungen an die US-Notenbank. Eine restriktivere Geldpolitik macht zinsloses Gold weniger attraktiv. Notenbanker äußern sich zuletzt besorgter über die Inflation, die Sorgen um den Arbeitsmarkt treten in den Hintergrund.

Die nächste Fed-Sitzung findet am 28. und 29. Juli statt. Am Dienstag veröffentlichen die USA den Verbraucherpreisindex. Zusätzlich tritt Fed-Chef Kevin Warsh erstmals vor dem Kongress auf.

Analysten sehen begrenztes Abwärtsrisiko

Große Banken erwarten keinen dauerhaften Abwärtstrend. HSBC passte vergangene Woche ihre Prognosen an. Die Bank glaubt nicht, dass iranbezogene Rückgänge von Dauer sind.

„Der Konflikt hat weiterhin die Kraft, Gold nach unten zu drücken. Aber wir glauben nicht, dass iranbezogene Rückgänge für sich genommen von Dauer sein werden“, erklärt HSBC.

Die Bank verweist zudem auf strukturelle Stützen. Sorgen um Haushaltsdefizite, wirtschaftliche Instabilität und hohe Staatsschulden bleiben bestehen. Diese Faktoren stützten den Goldpreis bereits vor dem Konflikt.

Charttechnik bleibt angeschlagen

Auch das technische Bild hat sich verschlechtert. Der Wochenchart zeigt eine Kopf-Schulter-Formation. Die Nackenlinie verläuft bei 4.200 Dollar, Gold hat sie bereits unterschritten.

Für eine Erholung braucht es einen klaren Ausbruch nach oben. Steigt Gold nachhaltig über 4.200 bis 4.220 Dollar, wächst die Chance auf eine breitere Erholung. Das nächste Ziel wäre der 200-Tage-Durchschnitt bei etwa 4.491 Dollar.

Am Dienstag entscheiden die US-Inflationsdaten über die nächste Kursrichtung. Zusätzlich beobachten Anleger die Kongress-Anhörung von Kevin Warsh genau. Solange der Status der Straße von Hormus unklar bleibt, dürfte die Schwankungsbreite bei Gold, Öl und Dollar hoch bleiben.

Gold-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 13. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)