Glencore treibt den Rückkauf eigener Aktien voran, während sich bei einer geplanten Beteiligungstransaktion im Kongo Fortschritte abzeichnen. Am Freitag kaufte das Unternehmen 2.640.000 eigene Aktien zur Einziehung zurück.
Parallel erklärte der Konsortialpartner Orion CMC, der geplante Einstieg in Glencores dortige Kupfer-Kobalt-Beteiligungen befinde sich in der Schlussphase. Für Anleger stehen damit sowohl die Kapitalmaßnahmen als auch die weitere Entwicklung des Kupfergeschäfts im Mittelpunkt.
Rückkauf läuft, Beteiligungserwerb bleibt geplant
Die zurückgekauften Aktien stammen von UBS AG. Der Erwerb gehört zu dem am 10. September gestarteten Programm. Dessen Abschluss wird bis Februar 2027 erwartet. Die Transaktion vom Freitag ist damit ein weiterer Schritt innerhalb des laufenden Programms, nicht dessen Abschluss.
Anders ist der Stand bei der geplanten Beteiligungstransaktion: Hier liegt weiterhin eine Absicht zum Erwerb vor. Die gemeldete Schlussphase ist noch keine Vollzugsmeldung.
Laut Bloomberg erklärte Orion CMC am Freitag, der geplante Erwerb von 40 % an Glencores Mehrheitsbeteiligungen an Mutanda und Kamoto sei in der Schlussphase. Hinter dem Konsortialpartner stehen Orion Resource Partners, die US International Development Finance Corporation und L’imad Holding.
Die Unterscheidung ist für Anleger wesentlich: Beim Aktienrückkauf wurde ein konkreter Erwerb gemeldet. Bei den kongolesischen Minen beschreibt die Nachricht dagegen Fortschritte auf dem Weg zu einer geplanten Transaktion.
Kupferproduktion bleibt ein Prüfstein
RBC Capital Markets senkte am 22. Oktober das Kursziel von 660 auf 650 Pence. Die Einstufung „Outperform“ behielt das Analysehaus bei.
Die Begründung setzt einen vorsichtigen Akzent gegenüber den Fortschritten bei den Kapitalmaßnahmen. RBC erwartet Glencores Kupferproduktion 2026 am unteren Ende der Unternehmensprognose. Das angekündigte Produktionsupdate für das dritte Quartal 2026 bietet Anlegern einen weiteren Prüfpunkt für diese Erwartung.
Peru-Projekt erreicht wichtigen Zwischenschritt
Für die längerfristige Kupferentwicklung meldete Glencores peruanische Tochter Antapaccay am 19. Oktober einen Fortschritt: Die Landzugangsvereinbarungen für die letzten benötigten Flächen des Projekts Coroccohuayco wurden abgeschlossen.
Damit ist eine Voraussetzung für das Vorhaben erfüllt. Die verbleibenden Genehmigungen stehen allerdings noch aus; der gesicherte Landzugang ist deshalb nicht mit einer vollständigen Freigabe gleichzusetzen.
Die erste Produktion ist für das zweite Halbjahr 2029 vorgesehen. Für Anleger ergeben sich damit unterschiedliche Zeithorizonte: Der Rückkauf läuft bereits, der geplante Kongo-Einstieg ist noch nicht abgeschlossen und Coroccohuayco bleibt ein längerfristiges Vorhaben mit ausstehenden Genehmigungen.
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