Glencore Aktie: 5,4 Prozent Wochenverlust durch Kongo-Regel

Glencore verzeichnet Wochenverlust von 5,4 Prozent. Konflikte im Kongo und Drohungen aus dem Iran setzen den Rohstoffaktien zu.

Auf einen Blick:
  • Wochenminus von 5,4 Prozent
  • Kongo fordert Arbeitnehmerbeteiligung
  • Iran droht mit Schließung der Hormusstraße
  • Kupferausbaupläne bis 2028 bestätigt

Glencore-Anleger erlebten eine schwierige Woche. Der Rohstoffkonzern verlor am Freitag 1,6 Prozent auf 6,39 Euro — über die Woche summiert sich das Minus auf 5,4 Prozent. Zwei Faktoren belasten den Kurs gleichzeitig.

Kongo setzt Glencore unter Druck

Ein zentrales Problem kommt aus der Demokratischen Republik Kongo. Dort müssen Bergbauunternehmen bis zum 31. Juli eine 5-prozentige Arbeitnehmerbeteiligung nachweisen. Glencore und andere Konzerne fordern mehr Zeit. Die Bergbaukammer hat zudem eine Aussetzung der Regel verlangt.

Unklar ist, ob bestehende Aktionäre Anteile abgeben müssen. Auch die Frage, ob ältere Minen betroffen sind, bleibt offen. Für Glencore ist der Katanga-Komplex (KCC) in der DRK ein strategisch wichtiges Asset — Teil der Expansionspläne des Konzerns.

Neue Gefahr aus dem Nahen Osten

Hinzu kommen Drohungen aus dem Iran. Hochrangige Militärvertreter wollen die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr schließen. Das wäre eine Eskalation mit schweren Folgen für die Rohstoffmärkte. Steigende Ölpreise und höhere Frachtkosten würden Glencores Geschäft direkt treffen.

Die gesamte Branche leidet mit. Rio Tinto und Anglo American verloren ebenfalls an Wert. Der FTSE 100 gab um 0,4 Prozent nach. Eine Mischung aus geopolitischen Risiken, Zinssorgen und Gewinnmitnahmen nach einer starken Jahresentwicklung drückt auf die Stimmung.

Strategische Ziele bleiben ambitioniert

Trotz der aktuellen Kursschwäche: Seit Jahresbeginn steht Glencore bei einem Plus von 34,71 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 7,20 Euro beträgt 11,25 Prozent — das Minus ist überschaubar.

Das Unternehmen hält an seinen Wachstumsplänen fest. Bis Ende 2028 will Glencore über eine Million Tonnen Kupfer pro Jahr produzieren, bis 2035 rund 1,6 Millionen Tonnen. Der Fokus liegt auf organischem Wachstum und operativen Verbesserungen. Der RSI von 41,4 signalisiert, dass die Aktie weder überkauft noch überverkauft ist.

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