Ge Vernova Aktie: Vier Partner treiben BWRX-300-Projekte voran

Symbolbild, KI-generiert

GE Vernova zahlt 0,50 US-Dollar je Aktie und baut Kooperationen für BWRX-300-Projekte in Europa aus.

Auf einen Blick:
  • Quartalsdividende von 0,50 US-Dollar je Aktie
  • Investoren stecken rund 130 Millionen US-Dollar in SGE
  • Partner treiben BWRX-300-Projekte in Europa voran
  • Evercore ISI erhöht Kursziel auf 1.350 US-Dollar

Mit einer frischen Quartalsdividende und neuen Partnerschaften im Nuklearsektor setzt GE Vernova seine operative Expansion fort. Der Energie- und Turbinenkonzern schüttet eine Dividende von 0,50 US-Dollar je Aktie aus, die am 24. November an die zum 27. Oktober eingetragenen Aktionäre ausgezahlt wird.

Auf das Gesamtjahr hochgerechnet beläuft sich die Ausschüttung auf 2,00 US-Dollar je Anteilsschein. Im heutigen Handel notiert die Aktie bei 880,60 Euro, was einem leichten Zuwachs von 0,2 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 56 Prozent.

Internationale Dynamik bei kleinen modularen Reaktoren

Parallel zur Kapitalausschüttung treibt das Unternehmen die weltweite Vermarktung seiner Nukleartechnik voran. Bloomberg News zufolge investieren neue Geldgeber rund 500 Millionen Polnische Zloty – umgerechnet rund 130 Millionen US-Dollar – in das polnische Unternehmen SGE SA.

Zu den Investoren zählen InPost-Gründer Rafal Brzoska, ElevenLabs-Chef Mati Staniszewski und Grupa-Maspex-Chef Krzysztof Pawinski. SGE hält die Rechte zum Einsatz der von GE Vernova und Hitachi entwickelten BWRX-300-Reaktoren in Polen.

Zugleich haben GE Vernova, SGE, Hitachi und Samsung C&T eine gemeinsame Vereinbarung geschlossen, um Projekte für den modularen Reaktortyp BWRX-300 in Osteuropa und Großbritannien voranzutreiben.

In den USA erteilte die US Nuclear Regulatory Commission am Dienstag bereits der Tennessee Valley Authority eine Baugenehmigung für eine solche Anlage am Standort Clinch River in Tennessee. Dies stellt die erste Baugenehmigung für dieses spezifische Reaktordesign in den Vereinigten Staaten dar. Eine separate Betriebsgenehmigung bleibt vor der eigentlichen Stromerzeugung allerdings noch erforderlich.

Volle Auftragsbücher bei Gas und Kernkraft

Die Nachfrage nach zuverlässiger Stromerzeugung, insbesondere durch Rechenzentren, stützt das Geschäft auf breiter Front. Im jüngsten Quartal war der gesamte Auftragsbestand von GE Vernova im Jahresvergleich um 37 Prozent auf 176,3 Milliarden US-Dollar gestiegen. CEO Scott Strazik stellte auf einer Investorenkonferenz in Aussicht, dass der Auftragsbestand bereits sehr früh im Jahr 2027 die Marke von 200 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.

Auch abseits der Reaktoren bleibt die konventionelle Stromerzeugung ausgelastet. Im ersten Halbjahr sicherte sich die Sparte Power Aufträge über 40 Gigawatt. In Ägypten schloss das Unternehmen kürzlich einen langfristigen Servicevertrag mit der Egyptian Electricity Holding Company ab, um die Lebensdauer der Rotoren an fünf Gasturbinen zu verlängern.

Zudem wurde der Rechtsstreit um das Offshore-Windprojekt Vineyard Wind beigelegt, wodurch die Installationsarbeiten an der 800-Megawatt-Anlage nach früheren Problemen mit Turbinenschaufeln wieder anlaufen.

Analysten sehen weiteres Kurspotenzial

Die Analysten von Evercore ISI bestätigten ihre Einstufung für die Aktie mit „Outperform“ und hoben ihr Kursziel auf 1.350 US-Dollar an. Analyst Alex Virgo begründete diesen Schritt mit erhöhten Prognosen für das Gewinnwachstum in den Jahren 2027 und 2028 um jeweils drei bis vier Prozent. Gestützt wird die positive Einschätzung durch die anhaltende Knappheit an Erzeugungskapazitäten sowie verbesserte Margen im gesamten Auftragsbestand.

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