Entspannung am Persischen Golf belastet die Edelmetalle. First Majestic Silver spürt den Gegenwind der Diplomatie. Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran drückt auf die Kurse.
In der Schweiz stehen entscheidende Verhandlungen an. Washington und Teheran suchen einen diplomatischen Weg aus der Krise. Händler bewerten Inflationserwartungen und Zinsaussichten deshalb neu.
Der Silberpreis schwankt derweil um die Marke von 70 US-Dollar. Das fundamentale Umfeld für Minenbetreiber bleibt jedoch stabil. Das Silver Institute erwartet für 2026 ein Defizit von 67 Millionen Unzen.
Die physische Investmentnachfrage stieg parallel dazu um 20 Prozent. Weltweit flossen Mittel in 227 Millionen Unzen Silber. Diese strukturelle Knappheit stützt die Branche.
Operative Sprünge und Bewertung
First Majestic Silver meldet deutliche Zuwächse im operativen Geschäft. Die jährliche Silberproduktion kletterte um 76 Prozent. Der Umsatz stieg im gleichen Schritt um 94 Prozent.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 33 bleibt die Bewertung anspruchsvoll. An der Börse notiert das Papier aktuell bei 16,66 Euro. Damit liegt die Aktie unter dem 50-Tage-Schnitt von 17,28 Euro.
Aktionäre blicken dennoch auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Seit Juni 2025 legte der Kurs um rund 124 Prozent zu.
Blick auf die Notenbanken
Marktteilnehmer blicken nun verstärkt auf die US-Notenbank. Die künftige Zinspolitik wird die Attraktivität von Edelmetallen maßgeblich beeinflussen. Parallel dazu bleibt die Stabilisierung der Rohstoffpreise vom Erfolg der Friedensgespräche abhängig.
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