Die Übernahme durch Critical Metals Corp warf Fragen auf: Bleiben die ukrainischen Projekte von European Lithium auf Kurs? Ein Vorstandsbesuch vor Ort liefert jetzt die Antwort. Die Partnerschaft mit dem Titanproduzenten Velta Holding läuft unverändert weiter.
Tony Sage, Executive Chairman von European Lithium und CEO von Critical Metals Corp, besichtigte am 27. Mai die Produktionsanlagen von Velta in der Ukraine. Die Botschaft: Die laufende Konsolidierung bringt das strategische Rohstoffbündnis nicht ins Stocken.
Ursprünglich hatte European Lithium im Januar 2026 die vollständige Übernahme von Velta vereinbart – gegen Ausgabe von rund 173 Millionen neuen Aktien. Seither hat sich die Transaktionsstruktur geändert. Critical Metals Corp schluckt European Lithium nun per Scheme Implementation Deed, bewertet mit 835 Millionen Dollar. Die strategische Ausrichtung für die ukrainischen Titanprojekte bleibt davon unberührt.
Finanzierung und nächste Schritte
Das Projekt hat die Planungsphase hinter sich gelassen. Erste Mittel fließen in die Modernisierung des Birzulyvskyi Bergbau- und Verarbeitungskomplexes. Die Anlage ist das Herz von Veltas Titan-Rohstoffgeschäft und versorgt globale Lieferketten in Verteidigung, Luftfahrt und grüner Energie.
Drei operative Schwerpunkte stehen an:
– Kapitalausstattung der bestehenden Birzulyvskyi-Anlage
– Vorarbeiten für die Erschließung der Likarivskyi-Lagerstätte, künftige Rohstoffquelle eines Kritische-Mineralien-Clusters
– Vorbereitung der nächsten Phasen eines vierjährigen Investitionsprogramms über 250 Millionen Dollar
Bedeutung für die strategische Rohstoffversorgung
Die Bündelung unter Critical Metals Corp vereinfacht die Eigentümerstruktur und öffnet direktere Finanzierungswege für die strategisch wichtigen Assets. Ziel ist eine vertikal integrierte Produktionskette – vom ukrainischen Bergwerk direkt zu westlichen Industrieabnehmern.
Für Aktionäre von European Lithium bleibt die Velta-Partnerschaft ein zentraler Werttreiber. Das Unternehmen erweitert sein Portfolio über reine Lithium-Assets hinaus und positioniert sich zunehmend als diversifizierter Rohstoffkonzern. Die Bestätigung des Ukraine-Engagements untermauert diesen Wandel.
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