European Lithium Aktie: 193.019 neue Aktien zugelassen

Symbolbild, KI-generiert

European Lithium meldet einen Aktienzulassungsantrag, während die geplante Übernahme durch Critical Metals auf den Gerichtstermin im September zuläuft.

Auf einen Blick:
  • 193.019 neue Aktien zur Zulassung beantragt
  • Variable Umtauschquote für Fusion vereinbart
  • Erster Gerichtstermin am 15. September
  • Aktie binnen 30 Tagen 32 Prozent höher

European Lithium hat die Zulassung von 193.019 neuen Stammaktien an der australischen Börse beantragt. Die Papiere stammen aus ausgeübten oder gewandelten Optionen und Wertpapieren – ein technischer Vorgang, der aber mitten in die entscheidende Phase des geplanten Zusammenschlusses mit Critical Metals Corp fällt.

Der Antrag reiht sich in eine Serie von Nachrichten ein, die den Übernahmeprozess in den vergangenen Wochen prägten. Vor gut einer Woche hatte European Lithium die Fusionserklärung, das sogenannte Scheme Booklet, bei der australischen Aufsichtsbehörde ASIC eingereicht – seither hat die Aktie um 2,0 Prozent zugelegt. Bereits am vergangenen Samstag hatten beide Unternehmen die Fusionsvereinbarung angepasst, ebenfalls mit einem Kursplus von 2,0 Prozent im Anschluss.

Aus der ursprünglich fixen Tauschquote von 0,035 Critical-Metals-Aktien je European-Lithium-Aktie wurde damit eine variable Quote, die an den Nasdaq-Kurs von Critical Metals gekoppelt ist und über eine Ober- und Untergrenze abgesichert wird. Ziel der Anpassung war es, Kursbewegungen von Critical Metals gerechter zwischen beiden Aktionärsgruppen aufzuteilen.

Übernahme mit klarem Zeitplan

Die Transaktion, mit der Critical Metals Corp sämtliche Anteile an European Lithium im Rahmen eines gerichtlich genehmigten Scheme of Arrangement übernehmen will, wird medial mit rund 835 Millionen US-Dollar beziffert.

Der erste Gerichtstermin ist für den 15. September 2026 angesetzt, die Umsetzung des Zusammenschlusses wird für Anfang November 2026 erwartet. Die Einreichung des Scheme Booklets bei der ASIC am 26. August markierte den nächsten formalen Schritt vor den Aktionärsabstimmungen.

Die nun beantragte Zulassung der 193.019 neuen Aktien ordnet sich in diesen Ablauf ein: Sie erhöht die Aktienzahl, mit der Anleger in den anstehenden Abstimmungen und beim finalen Umtausch rechnen müssen, wenn auch nur geringfügig gemessen an der Marktkapitalisierung von rund 404 Millionen Euro.

Kurs bleibt in Fahrt

An der Börse setzt sich die Aufwärtsbewegung der Aktie fort. Am heutigen Donnerstag notiert das Papier bei 0,2300 Euro, ein Plus von 5,0 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Zuwachs von 32 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat sich der Kurs um 154 Prozent erhöht.

Vom 52-Wochen-Hoch bei 0,3055 Euro, erreicht Anfang Juni, ist die Aktie derzeit noch ein Viertel entfernt – ein Hinweis darauf, dass trotz der jüngsten Rally noch Luft nach oben besteht, sollte der Übernahmeprozess wie geplant verlaufen.

Für Anleger bleibt der Fahrplan bis zur Umsetzung der Fusion der zentrale Fixpunkt: Zwischen dem Gerichtstermin Mitte September und der angepeilten Implementierung Anfang November dürften weitere prozedurale Schritte wie der aktuelle Antrag auf Aktienzulassung folgen, ohne dass sich am grundsätzlichen Zeitplan etwas ändert.

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