Equinor Aktie: Grimsnes-Fund als Treiber?

Symbolbild, KI-generiert

Equinor meldet einen neuen Fund und Projektentscheidungen; zugleich stiegen zwei Sicherheitskennzahlen gegenüber den Vergleichszeiträumen.

Auf einen Blick:
  • Wisting-Vorplanung an Aibel vergeben
  • Konzeptwahl für Ende 2026 vorgesehen
  • Grimsnes-Fund mit 19 bis 50 Millionen Barrel
  • Schwerwiegende Vorfälle je Arbeitsstunde leicht gestiegen

Bei Equinor stehen am 28. Oktober die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 und eine Analystenkonferenz an. Die Aktie stieg am Freitag um 5,4%. Vor dem Berichtstermin hat das Unternehmen mehrere Projektentscheidungen und einen neuen Öl- und Gasfund bekannt gegeben.

Wisting nimmt nächste Planungshürde

Die Wisting-Partnerschaft hat Aibel mit einer technischen Vorplanung für die Aufbauten des Produktionsschiffs beauftragt, wie Equinor am Donnerstag mitteilte. Die Auswahl des Projektkonzepts ist gegen Ende 2026 vorgesehen. Eine Investitionsentscheidung plant die Partnerschaft für Ende 2027.

Beim Projekt Troll West Electrification verzichtet Equinor auf den zweiten geplanten elektrischen Exportkompressor auf Troll C. Nach Unternehmensangaben vom 15. Oktober soll diese Entscheidung Europa rund 2,3 Milliarden Standardkubikmeter zusätzliches Gas verfügbar machen. Diese Menge wird für die Jahre 2027 und 2028 erwartet.

Equinor, Petoro und TotalEnergies meldeten außerdem am 14. Oktober den Öl- und Gasfund Grimsnes nahe Oseberg. Die vorläufig geschätzten förderbaren Ressourcen liegen zwischen 19 und 50 Millionen Barrel Öläquivalent. Die Partnerschaft erwägt eine Anbindung an bestehende Anlagen.

Sicherheitskennzahl leicht gestiegen

In seiner am Mittwoch veröffentlichten Sicherheitsbilanz meldete Equinor für das dritte Quartal 2026 keine Vorfälle mit Potenzial für einen schweren Unfall. Auch schwerwiegende Zwischenfälle bei der Bohrlochkontrolle blieben aus.

Die Häufigkeit schwerwiegender Vorfälle betrug 0,26 je Million Arbeitsstunden, nach 0,25 im Vorquartal. Für die zurückliegenden zwölf Monate erfasste Equinor neun schwerwiegende Öl- und Gasleckagen; im Bericht zum zweiten Quartal waren es fünf gewesen. Die Sicherheitsbilanz enthält damit neben den ausgebliebenen besonders schweren Ereignissen auch einen Anstieg bei diesen beiden Kennzahlen.

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