Die Aktie des norwegischen Energiekonzerns Equinor erhält neuen Rückenwind von der Analystenseite. Die Bank of America hat das Papier gestern von „Neutral“ auf „Kaufen“ hochgestuft und ein Kursziel von 49,00 US-Dollar ausgegeben.
Medienberichten zufolge hoben die Experten das Ziel parallel auf 465 norwegische Kronen an. Als Begründung führen die Analysten eine stärkere Generierung von Barmitteln sowie ein vom Markt bislang unterbewertetes Aufwärtspotenzial im Erdgasgeschäft an.
Am Markt behauptet sich der Titel nach einer beachtlichen Entwicklung auf hohem Niveau. Am gestrigen Freitag ging die Aktie mit einem leichten Minus von 0,4 Prozent bei 38,44 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht zählt der Konzern zu den stärksten Werten der Branche: Seit Jahresanfang verzeichnet der Kurs ein Plus von 92 Prozent.
Geteilte Meinungen unter den Analysehäusern
Die jüngste Hochstufung setzt einen deutlichen Akzent in einer ansonsten gespaltenen Expertenlandschaft. Während die Bank of America vor allem auf die Ertragskraft im europäischen Gasmarkt setzt, blicken andere Branchenbeobachter deutlich vorsichtiger auf die weitere Entwicklung. So hat das Analysehaus Goldman Sachs seine Verkaufsempfehlung für die Equinor-Aktie am 9. September bestätigt.
Die Skepsis der vorsichtigen Marktteilnehmer speist sich vor allem aus möglichen Normalisierungen an den Energiemärkten und zyklischen Risiken. Demgegenüber steht die Erwartung der Optimisten, dass anhaltend robuste Gaspreise und disziplinierte Investitionen den freien Barmittelzufluss des norwegischen Staatskonzerns weiter antreiben werden.
Kapitalrückflüsse und strategische Schritte
Zusätzliche Unterstützung erfährt der Titel durch fortlaufende Kapitalmaßnahmen des Konzerns. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, erwarb Equinor zwischen dem 7. und 11. September im Rahmen der dritten Tranche seines Rückkaufprogramms für das laufende Jahr insgesamt 683.570 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 406,9977 norwegischen Kronen.
Am selben Tag meldete der Konzern zudem den Erwerb von weiteren 379.361 eigenen Anteilen an der Osloer Börse zu einem Durchschnittskurs von 419,1253 Kronen für mitarbeiterbezogene Beteiligungsprogramme.
Operativ flankiert das Unternehmen seine Position im globalen Gasgeschäft durch langfristige Vereinbarungen. Vor rund zwei Wochen übernahm Equinor die erste Flüssigerdgas-Ladung aus den Lieferverträgen mit dem US-Partner Cheniere an der Anlage Sabine Pass in Louisiana.
Dieses Zusammenspiel aus operativen Fortschritten, kontinuierlichen Rückkäufen und positiven Analystenimpulsen stützt die Bewertung der Aktie in der Nähe ihrer jüngsten Höchststände.
Equinor ASA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Equinor ASA-Analyse vom 19. September liefert die Antwort:
Die neusten Equinor ASA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Equinor ASA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
