Der norwegische Energiekonzern Equinor treibt seine Kapitalrückführungen an die Aktionäre konsequent voran. Am heutigen Dienstag veröffentlichte das Unternehmen Details zum Fortschritt seines Rückkaufprogramms, während die Notierung am Aktienmarkt ein neues Jahreshoch erreichte. Mit einem Tagesplus von 2,5 Prozent kletterte der Kurs auf 39,61 Euro.
Millionen-Investitionen in eigene Anteile
Im Rahmen der dritten Tranche des Aktienrückkaufprogramms für das laufende Jahr erwarb das Unternehmen in der vergangenen Woche insgesamt 683.570 eigene Papiere. Der durchschnittliche Erwerbspreis lag laut einer Mitteilung bei 406,9977 Norwegischen Kronen (NOK). Für diesen Zeitraum wendete der Konzern rund 278,2 Millionen NOK auf, womit die Gesamtausgaben innerhalb der aktuellen Tranche auf fast zwei Milliarden NOK stiegen.
Die Aktie befindet sich damit in einer starken Verfassung und notiert derzeit nur noch rund 0,08 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Dieses wurde am heutigen Dienstag bei 39,64 Euro markiert. Gestützt wird die positive Entwicklung durch eine hohe relative Stärke, wobei der Kurs den 50-Tage-Durchschnitt inzwischen um 13 Prozent übertrifft.
Ausbau der Kapazitäten in den USA
Parallel zu den Finanztransaktionen meldet der Konzern operative Fortschritte im US-Geschäft. Die Tochtergesellschaft East Point Energy hat den Bau eines Batteriespeichers im Bundesstaat Texas abgeschlossen und die Anlage in Betrieb genommen.
Das System verfügt über eine Leistung von 100 Megawatt bei einer Kapazität von 200 Megawattstunden. Zudem wurde am 2. September die erste LNG-Ladung im Rahmen langfristiger Lieferverträge mit Cheniere gelöscht, nachdem das Schiff „Isabella“ die Fracht in Louisiana aufgenommen hatte.
Analysten erhöhen die Kursziele
Führende Analysehäuser haben ihre Einschätzungen für das Unternehmen im laufenden Monat nach oben korrigiert. Die Analysten der Bank of America hoben ihr Kursziel am 5. September deutlich an und sehen den fairen Wert nun bei 400 NOK nach zuvor 365 NOK. Das Haus reagierte damit auf die robuste operative Aufstellung des integrierten Energieunternehmens.
Ebenfalls optimistisch zeigte sich Morgan Stanley am 3. September. Die Experten erhöhten ihr Kursziel von 323 auf 376 NOK, hielten jedoch an ihrer Einstufung auf „Hold“ fest. Im Gegensatz dazu blieb Barclays am Folgetag bei einer negativeren Einschätzung und bestätigte die Einstufung auf „Sell“. Trotz dieser differenzierten Stimmen unterstreicht die aktuelle Kursentwicklung das Vertrauen der Anleger in die Strategie des Konzerns.
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