Mit einem bindenden Rahmenabkommen stellt EQ Resources die Weichen für den Einstieg in den US-amerikanischen Markt für das strategische Industriemetall Wolfram. Das an der australischen Börse notierte Bergbauunternehmen schließt sich mit der Elmet Group und Blue Moon Metals zusammen, um die stillgelegte Springer-APT-Anlage im US-Bundesstaat Nevada wieder in Betrieb zu nehmen.
An der Börse sorgte die Vereinbarung am heutigen Mittwoch für spürbaren Rückenwind: Das Wertpapier legte um 8,1 Prozent zu und notierte bei 0,4650 AUD, womit es knapp unter dem am selben Tag erreichten 52-Wochen-Hoch von 0,4700 AUD schloss.
Geringe Eigenhaftung im neuen Gemeinschaftsunternehmen
Die Struktur der Kooperation sieht vor, dass die Partner ein Joint Venture zum Wiederanlauf des Komplexes bilden. Die Elmet Group übernimmt mit einem Anteil von 70 Prozent die operative Führung und trägt die Erstfinanzierung in Höhe von 75 Millionen US-Dollar. Blue Moon Metals hält 20 Prozent, während EQ Resources mit 10 Prozent als Minderheitspartner einsteigt.
Das finanzielle Risiko für EQ Resources bleibt dabei eng begrenzt: Der finanzielle Beitrag über die Erstfinanzierung hinaus wurde vertraglich auf höchstens 3,125 Millionen US-Dollar gedeckelt.
Flankiert wird das Vorhaben auf US-Seite durch staatliche Unterstützung: Das US-Verteidigungsministerium stellt der Elmet Group im Rahmen strategischer Förderungen 450 Millionen US-Dollar bereit, wovon 150 Millionen US-Dollar für die Wiederinbetriebnahme des Springer-Komplexes vorgesehen sind. Zudem hält Elmet einen Lieferrahmenvertrag mit der Defense Logistics Agency im Umfang von bis zu 2,0 Milliarden US-Dollar.
Für EQ Resources geht das Projekt mit konkreten Absatz- und Verarbeitungsrechten einher. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, über einen Zeitraum von acht Jahren insgesamt 4.000 Tonnen Wolframtrioxid-Konzentrat (nominal 500 Tonnen jährlich) zu Marktpreisen an die Anlage zu liefern.
Im Gegenzug sichert sich der Produzent in den ersten fünf Betriebsjahren den Zugriff auf eine Verarbeitungskapazität von 1.000 Tonnen Ammoniumparawolframat (APT) pro Jahr. Die Gesamtkapazität der verarbeitenden Anlage ist auf 4.000 Tonnen jährlich ausgelegt.
Zeitplan bis zum Produktionsstart 2028
Bis zum tatsächlichen Betriebsstart verbleibt eine mehrjährige Vorlaufzeit. Der Neustart der APT-Anlage wird für die zweite Jahreshälfte 2028 angestrebt, während die Erzförderung vor Ort bereits Ende 2027 anlaufen soll. Vor dem Beginn der Arbeiten müssen die Partner noch die endgültige Dokumentation finalisieren, die Due-Diligence-Prüfungen abschließen und die erforderlichen behördlichen Genehmigungen einholen.
Als operative Basis dienen EQ Resources dabei die bestehenden Förderstätten Mount Carbine im australischen Queensland sowie Barruecopardo in Spanien. Im August verzeichnete das Unternehmen auf Konzernebene einen Rekord-Monatsumsatz. Die geplante Einbindung in die US-Lieferkette zielt darauf ab, die Abhängigkeit von China zu verringern, das derzeit rund 85 Prozent des weltweiten Wolframmarktes kontrolliert.
EQ Resources-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue EQ Resources-Analyse vom 16. September liefert die Antwort:
Die neusten EQ Resources-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für EQ Resources-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
