EQ Resources steht vor einer Zerreißprobe. Während der Kurs binnen einer Woche um rund 18 Prozent absackte, treibt das Management die Expansion in Queensland voran. Das Ziel: Die Dominanz Chinas am Wolfram-Markt brechen.
Großprojekt in Mt Carbine
Das Herzstück der Strategie ist der Ausbau der Mt-Carbine-Mine für 39 Millionen Australische Dollar. EQ Resources will die Kapazität dort verdoppeln. Künftig sollen zwei Millionen Tonnen Gestein pro Jahr verarbeitet werden.
Neue Sortiertechnologien machen den Prozess effizienter. Automatisierte Anlagen trennen das Erz schneller vom tauben Gestein. Das senkt den Dieselverbrauch und die operativen Kosten am Standort massiv.
Unabhängigkeit von Peking
Der Zeitpunkt für den Ausbau scheint strategisch gewählt. China kontrolliert derzeit etwa 83 Prozent des weltweiten Wolfram-Angebots. Westliche Abnehmer suchen dringend nach Alternativen für die Rüstungs- und Raumfahrtindustrie.
Der Preis für Ammoniumparatungstat (APT) kletterte zuletzt auf 3.000 US-Dollar je Tonne. EQ Resources profitiert davon direkt durch ungesicherte Verkäufe am Spotmarkt. Das Unternehmen wandelt sich aktuell vom Explorer zum etablierten Produzenten mit zwei aktiven Minen.
Hohe Volatilität belastet
Trotz des operativen Fortschritts reagiert der Markt nervös. Mit einer annualisierten Volatilität von rund 86 Prozent bleibt die Aktie ein schwankungsanfälliges Papier. Der Relative-Stärke-Index (RSI) nähert sich mit 37,1 Punkten jedoch der überverkauften Zone.
Die Inbetriebnahme der neuen Anlagen ist für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 geplant. Der Erfolg des Unternehmens hängt nun an der termingerechten Umsetzung in Queensland. Die geplante Verdreifachung der Produktion bleibt das Maß der Dinge für die kommenden zwei Jahre.
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