Energy Fuels Aktie: Terbiumoxid erhält Freigabe

Energy Fuels erweitert sein Mineraliengeschäft: Die ASM-Transaktion kommt voran, Terbiumoxid ist kommerziell zugelassen und der Uranumsatz steigt.

Auf einen Blick:
  • ASM-Aktionäre stimmen Übernahme deutlich zu
  • Terbiumoxid für kommerziellen Einsatz qualifiziert
  • Uranumsatz im zweiten Quartal gestiegen
  • Analysten vergeben positive Aktienbewertungen

Der US-amerikanische Rohstoffproduzent Energy Fuels treibt seine Transformation zu einem führenden Anbieter kritischer Mineralien mit signifikanten Fortschritten voran.

Das Unternehmen konnte im August sowohl den entscheidenden Schritt zur Übernahme von Australian Strategic Materials (ASM) vollziehen als auch eine wichtige Zertifizierung für seine Produktion Seltener Erden erreichen. Während das Kerngeschäft Uran weiterhin für solide Produktionszahlen sorgt, markieren diese Entwicklungen eine deutliche Erweiterung des operativen Fokus.

Strategische Übernahme von Australian Strategic Materials

Ein zentraler Pfeiler der aktuellen Unternehmensstrategie ist die Übernahme von Australian Strategic Materials. Am 12. August gaben die Wertpapierinhaber von ASM auf einer Versammlung in Perth mit überwältigender Mehrheit grünes Licht für das Vorhaben. Laut Unternehmensangaben entfielen 98,23 Prozent der abgegebenen Stimmen auf das „Share Scheme“, während das „Option Scheme“ sogar eine Zustimmung von 99,97 Prozent erhielt.

Der Abschluss der Transaktion war für den vergangenen Freitag, den 28. August, anvisiert. Durch diesen Zusammenschluss stärkt Energy Fuels seine vertikale Integration im Bereich der Metalle für Hochtechnologien. Die Übernahme gilt als wichtiger Baustein, um Lieferketten für kritische Rohstoffe unabhängig von chinesischen Produzenten aufzubauen.

Meilenstein in der Produktion Seltener Erden

Parallel zur Expansion durch Zukäufe meldet das Unternehmen operative Erfolge in seiner Anlage in Utah. Am 19. August gab Energy Fuels bekannt, dass das in der White Mesa Mill produzierte Terbiumoxid für die kommerzielle Nutzung qualifiziert wurde.

Ein weltweit führender Hersteller von Seltenerd-Dauermagneten außerhalb Chinas hat das Produkt geprüft und für den Einsatz freigegeben. Weitere Qualifizierungsschritte sind für diese Produktlinie nicht mehr erforderlich.

Zusätzlich treibt das Management die Erweiterungsphasen 1B und 1C in der White Mesa Mill voran. Bis Ende 2027 sollen dedizierte Anlagen für Terbium und Dysprosium fertiggestellt sein, gefolgt von Kapazitäten für Samarium, Europium und Gadolinium bis Ende 2028. Die geschätzten Kapitalkosten von rund 104 Millionen US-Dollar sollen Medienberichten zufolge größtenteils durch staatliche Zuschüsse und Darlehen finanziert werden.

Quartalszahlen und Analysteneinschätzungen

Die jüngst vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal 2026 verdeutlichen das Wachstum des Unternehmens. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum massiv von 4,2 Millionen auf 25,1 Millionen US-Dollar. Dabei verkaufte Energy Fuels 310.000 Pfund Uran zu einem durchschnittlich realisierten Preis von 80,48 US-Dollar pro Pfund.

Trotz des Umsatzsprungs wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 33,4 Millionen US-Dollar oder 0,13 US-Dollar pro Aktie aus, was über den Markterwartungen lag.

Die Analysten bewerten die Perspektiven des Konzerns dennoch positiv. BMO Capital Markets nahm am 16. August die Beobachtung mit einem „Outperform“-Rating und einem Kursziel von 18,00 US-Dollar auf. Bereits am 7. August stufte das Analysehaus Roth/MKM die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und setzte das Kursziel auf 16,00 US-Dollar fest.

Marktentwicklung und operativer Ausblick

An der Börse spiegeln sich die operativen Fortschritte in einer deutlichen Erholung wider. In den vergangenen 30 Tagen verzeichnete der Wert einen Kursanstieg von 27 Prozent. Aktuell notiert die Aktie bei 12,62 Euro und liegt damit knapp 6,9 Prozent über ihrem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt.

Für das restliche Jahr hält Energy Fuels an seinem Produktionsziel von mehr als zwei Millionen Pfund Uran fest. In der ersten Jahreshälfte wurden bereits 1,7 Millionen Pfund produziert. Da die White Mesa Mill planmäßig in eine Wartungsphase eintritt, wird die Verarbeitung voraussichtlich erst im vierten Quartal 2026 oder Anfang 2027 wieder aufgenommen.

Mit einem Working Capital von 996 Millionen US-Dollar, das unter anderem marktfähige Wertpapiere im Wert von 878,3 Millionen US-Dollar umfasst, sieht sich das Unternehmen finanziell gut gerüstet für die anstehenden Investitionen.

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