Energy Fuels erreicht zur Jahresmitte 2026 ein wichtiges Etappenziel. Während die Uranproduktion im Plan liegt, bereitet das Unternehmen den Umbau zum Spezialisten für kritische Mineralien vor. Das Ziel: eine lückenlose US-Lieferkette für Seltene Erden.
Uranproduktion im Plan
Bis Ende Juni 2026 förderte Energy Fuels rund 1,6 Millionen Pfund Uranoxid. Damit liegt der Konzern voll im Zielkorridor für das Gesamtjahr. Dieser sieht eine Produktion zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Pfund vor.
Die White Mesa Mill in Utah bildet das Herzstück der Produktion. Mit Verarbeitungskosten von 9 bis 12 US-Dollar pro Pfund agiert das Unternehmen hochprofitabel. Der aktuelle Spotpreis für Uran hält sich derweil bei rund 85,15 US-Dollar.
Strategischer Schwenk und staatliche Hilfe
Parallel dazu treibt das Management die Übernahme von Vacuumschmelze (VAC) voran. Der Deal hat ein Volumen von rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Er soll Energy Fuels zum vertikal integrierten Produzenten von Magnetmaterialien machen.
Unterstützung kommt von staatlicher Seite. Das US-Verteidigungsministerium hat eine Finanzierung über 725 Millionen US-Dollar zugesagt. Dieses Kapital fließt direkt in den Aufbau heimischer Lieferketten für Seltene Erden.
Der Zeitplan ist eng getaktet. Ab Januar 2027 verbietet das US-Verteidigungsgesetz NDAA den Einsatz chinesischer Magnete in Militäranwendungen. Im Juli 2026 starten deshalb die ersten Umbaumaßnahmen an der White Mesa Mill. Diese Upgrades ermöglichen künftig die Trennung Seltener Erden im industriellen Maßstab.
Expansion und neue Führung
An der Börse herrscht derweil eine abwartende Haltung. Die Aktie notiert aktuell bei 12,73 Euro. Trotz eines leichten Tagesplus von 0,43 Prozent verlor das Papier im letzten Monat rund 16 Prozent.
Personell gibt es ebenfalls Bewegung. Jeffrey L. Vigil übernimmt den Posten des Finanzchefs. Hinzu kommt die Sicherung von 29 neuen Uran-Claims. Diese erweitern das Areal um die Energy-Queen-Mine auf eine Gesamtfläche von über 2.700 Acres.
Die beginnenden Bauarbeiten an der White Mesa Mill markieren den Startschuss für die Neuausrichtung. Mit der staatlichen Kreditzusage im Rücken und der VAC-Übernahme im Blick wandelt sich das Unternehmen zum strategischen Partner der US-Rüstungsindustrie. Die Inbetriebnahme der neuen Trennanlage für Seltene Erden bleibt für Ende 2027 fest terminiert.
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